Weltweit sind über 100 Millionen Menschen obdachlos und über eine Milliarde leben in unzureichenden Unterkünften. Das Projekt „Ekinoid“ versucht, dem Problem mit Fertighäusern beizukommen, die auf bisher unbesiedeltem Gebiet errichtet…

Weltweit sind über 100 Millionen Menschen obdachlos und über eine Milliarde leben in unzureichenden Unterkünften. Das Projekt „Ekinoid“ versucht, dem Problem mit Fertighäusern beizukommen, die auf bisher unbesiedeltem Gebiet errichtet werden können.

Der Plan sieht vor, dass die Häuser in Selbstmontage ohne spezielle handwerkliche Kenntnisse binnen einer Woche errichtet werden können. Ein Kran und vier Personen (ein Experte, drei Laien) reichen dafür aus. Mittels Lerneffekten und Selbstorganisation könnte binnen sechs Monaten eine umweltverträglich energieautarke Stadt für 10.000 Menschen entstehen. Dahinter steckt die Idee der Peergroups. Der Experte lernt die Laien an, die dadurch wiederum selbst zu Experten werden und andere Laien anlernen können.

Alle Teile eines Ekinoid-Hauses sollen nach Maß angefertigt werden, um lokale Klimabedingungen und Bodenverhältnisse zu berücksichtigen. Aus Kupfer, Ton oder Metall können verschiedene Hausvarianten angefertigt werden. Alle Modelle weisen eine sphärische Bauform auf. Jedes Haus verfügt über drei Etagen und bietet eine Wohnfläche von jeweils rund 135 Quadratmeter.

Das Ekinoid-Haus soll rund 100 Jahre haltbar sein und ist danach vollständig recycelbar. Mittels Windturbinen und Solarpanelen werden die Häuser mit Strom versorgt. Der Boden unter den Häusern bleibt frei damit die Fläche grasenden Tieren weiterhin zugänglich bleibt. Alle Daten und Baupläne will Ekinoid unter die Creative-Common-Lizenz stellen.

Die Produktionskosten für ein Haus sollen rund 60.000 Euro betragen. Die Realisierung des Projekts hängt also auch von Regierungen und Unternehmen ab, die Kosten übernehmen und bisher als nicht nutzbar eingestuftes Ödland für den Bau der Häuser freigeben.

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