Im vergangenen Jahr hat sich im Wohnbau in den USA viel getan. Ausgelöst durch die durchwachsenere wirtschaftliche Lage gibt es neue Trends – und die gehen in Richtung Sparen. Doch…

Im vergangenen Jahr hat sich im Wohnbau in den USA viel getan. Ausgelöst durch die durchwachsenere wirtschaftliche Lage gibt es neue Trends – und die gehen in Richtung Sparen. Doch damit ist nicht „billig“ gemeint, sondern „nachhaltig“.

Kostengünstiger wohnen. Räume effizienter gestalten. Günstigere Materialien. Ressourcen bewusst einsetzen. Gleichgültig, ob innen oder außen, Schlichtheit ist die neue Devise. Das betrifft neben dem Design auch das Material: naturbelassene Baustoffe – vor allem viel Holz – haben die amerikanischen Haushalte erobert.

Kleinere Häuser

Ich Sachen Größe hat sich ebenfalls einiges verschoben. Die alte Maxime: „Besser zu groß als zu klein“ hat offenbar ausgedient. Die neue Maxime fragt nicht nach Ego und Herzeigewert, sondern nach tatsächlichem Bedarf. Brauchen wir zu zweit wirklich ein Haus mit 300 Quadratmetern Wohnfläche? Brauchen wir ein eigenes Esszimmer, oder essen wir nicht ohnehin lieber alle im Wohnzimmer?

Modularer Aufbau

Fertigteilhäuser hatten bis vor Kurzem ein schlechtes Image in Amerika. Doch sie bieten Vorteile, die andere Häuser nicht mitbringen können. Das fängt bei der deutlich geringeren Bauzeit an – und es geht bei der Flexibilität in der Zusammenstellung weiter. Ein gutes und besonders spannendes Beispiel dafür sind Modulhäuser. Klein für zwei, mit flexiblen Anbauten für Kinder – und mit Rückbaumöglichkeit für später, wenn der Nachwuchs flügge geworden ist. Wobei das gar nicht sein muss, denn häufig genug wird das Bedürfnis nach den ganz eigenen vier Wänden geringer.
Das Stichwort heißt: Mehrgenerationenhaushalte, die zwar insgesamt mehr, pro Kopf aber deutlich weniger kosten. Dazu kommen die sozialen Vorteile; von der Kinderbetreuung bis zur Arbeitsteilung bei der Instandhaltung. Die Zahl der „Generationenhäuser“ hat sich in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt.

Öko-Gedanke

„Nachhaltiges Bauen“ ist inzwischen kein Randgruppenthema mehr – auch nicht in den USA. Solarpaneele, Regenwasser-Aufbereitungsanlagen und Wiederverwertungsstationen gehören auch dort immer mehr zum gewohnten Bild. Niedrigenergielampen, LED-Leuchten, Wärmedämmung und Qualitätsfenster überzeugen auch immer mehr konservativ denkende Bauherren.

Natürliche Produkte wie Heu, Weizen, Bambus und Espenholz erleben einen echten Aufschwung, bei der Innenraumgestaltung und in der Möbelherstellung.

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