Überweidung, Übernutzung, Abholzung und falsche Bewässerungsmethoden werden gemeinhin als Hauptursachen für die fortschreitende Wüstenbildung genannt.

Eine neue Gegenstrategie ist das holistische Management von Allan Savory. Ein intensive Nutztierhaltung soll tote Landstriche wieder zum Ergrünen bringen.

Desertifikation ist ein mehrschichtiger Prozess, der durch den Eingriff des Menschen in Gang gesetzt wird und durch den Klimawandel verschärft wird. Die intensive Nutzung beeinträchtigt die Vegetation, Wasser kann nicht mehr gespeichert werden und die Böden erodieren. Rund 40 Prozent der Landfläche der Erde sind Trockengebiete, in 70 Prozent davon sind Desertifikationserscheinungen festzustellen. Ein zu hoher Viehbestand aufgrund der immer stärker steigenden Fleischproduktion wird für den Rückgang der Steppen und Grasländer verantwortlich gemacht.

Allan Savory bietet eine anders gelagerte Lösung. Seiner Meinung nach können Nutztiere am besten der Wüstenbildung entgegenwirken. Sein holistisches Konzept basiert auf der Imitation des natürlichen Kreislaufs der Grasländer. Bei einer intensiven kurzfristig angelegten Beweidung durch große Nutztierherden wird das Land abgegrast, der Boden verdichtet und durch die Ausscheidungen gedüngt. Die Bewegung der Herde verhindert Überweidung.

Als der Mensch sesshaft wurde, wurde dieser Kreislauf zerstört. Die Böden wurden nicht mehr erneuert und trockneten aus. Die Industrialisierung der Landwirtschaft brachte Kunstdünger, den Einsatz von Herbiziden und Pestiziden. Zudem setzen zerstörte Böden große Mengen Kohlendioxid frei.

Im Februar 2013 hielt Allan Savory einen Vortrag (Video) im Rahmen der TED-Talks. Dabei zeigte er, wie seine Methode erstaunliche Erfolge bei der Regeneration von Graslandschaften erzielt. Selbst ging er früher auch davon aus, dass die einzige Lösung in der Reduktion der Viehbestände besteht. Nun will der gebürtige Simbabwer mit Unterstützung der afrikanischen Regierungen eine neue Agrarpolitik entwerfen, die das Klima- und Nahrungsproblem lösen soll.

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