Was tun mit alten Wasserflaschen? Ganz einfach! Ein Vogelhaus daraus machen. Designer und ihre Ideen zu Futterstellen für Singvögel.

Serra da Estrela heißt ein portugiesischer Wasserversorger. Er beliefert Supermärkte mit Plastikflaschen voll Wasser. Das ist nicht sehr nachhaltig, und das ist Serra da Estrela auch bewusst. Gesucht war daher eine Idee, wie die PET-Flaschen sinnvoll wiederverwendet werden können.

Die seit 2008 bestehende Designer-Gemeinschaft Colectivo da Rainha hat einen Weg gefunden: Plastik-Vogelhäuser, Designed by Colectivo da Rainha for Proj. Remix. Wie ökologisch sinnvoll der Ansatz in letzter Konsequenz ist, darüber lässt sich diskutieren. Jedenfalls bietet die transparente Außenhülle interessante Möglichkeiten zur Beobachtung. Zudem lässt sich das Material bei Hitze verformen – der gestalterischen Phantasie sind wenige Grenzen gesetzt.

Das Problem ist allerdings ebenso sichtbar wie die gefiederten Bewohner: So nett ein durchsichtiges Vogelhäuschen auch ist, man braucht in einem Jahr eindeutig weniger Vogelhäuschen als Wasser. Von einem nachhaltig gedachten Blickwinkel aus also bleibt die Leitung Trumpf – PET-Flaschen zahlen sich nicht aus.

NeighbirdsDesign-Vogelhäuschen

Bleiben wir gleich auf der Iberischen Halbinsel. Das Designstudio AndreuCarulla aus Spanien engagiert sich regelmäßig in Nachhaltigkeits-Projekten. Und es hat ebenfalls ein Designer-Vogelhaus entwickelt. Die Futterstelle namens „Neighbirds“ ist aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Die handgeschnittenen Module aus Pinienholz machen das Singvögel-Heim attraktiv für Menschen – ein außen angebrachter, natürlicher Zweig gibt den Tieren ein heimeliges Gefühl am Landeplatz. Kleiner Wermutstropfen für Menschen: es ist nicht durchsichtig.

Ob aber durchsichtig oder nicht! Was Vogelhäuschen auf jeden Fall schaffen: sie geben Gelegenheit, Kontakt mit der Natur herzustellen.

Bilder: Colectivo da Rainha & Andreu Carulla

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