2013 ist das Jahr der Zusammenarbeit zu Wasserfragen. Weltweit. Das haben UNO und UNESCO nach der Veröffentlichung ihres Welt-Wasserberichts 2012 entschieden.

98 Prozent der weltweiten Süßwasservorkommen liegen unter der Erde. Das Grundwasser ist der weltweit meistgenutzte Rohstoff. Mit einem Wasserforschungsprogramm, dem WHYMAP-Projekt, zeigt die UNESCO auf, dass das Grundwasser weit dynamischer ist als man gemeinhin annimmt. Grundwasser versickert nicht einfach im Untergrund. Es bewegt sich durch die Hohlräume der Erde.

Grundwasser

Die dynamischen Grundwasserleiter-Systeme fließen dabei oft über Dutzende oder Hunderte von Kilometern. Es versteht sich von selbst, dass sie sich dabei nicht um Landesgrenzen kümmern.
Kommt das Wasser an Quellen wieder an die Oberfläche, wiederholt sich das Spiel: kleinere Bäche vereinen sich zu größeren und die wieder zu Flüssen – ebenfalls ohne Ansehen von Landesgrenzen.

Menschheitsfrage Wasser

Wasser ist ein Menschheitsfrage. Kein Fluss auf der Welt grenzt nur annähernd an so viele Staaten wie die Donau mit 19 Anrainern. Andere durchqueren politisch brisante Gegenden, wie der Jordan. Wachsender Gebrauch, Fragen des Zugangs und der Verteilung, nicht zuletzt auch wirtschaftliche Fragen rund um das Wasser machen internationale Kooperationen notwendig. Nur gemeinsam scheint es möglich, eine nachhaltige Entwicklung und naturschonende Nutzung der Ressourcen zu gewährleisten.

Internationale Zusammenarbeit

Und tatsächlich sind internationale Abkommen zu Wasserfragen gar nicht so selten. Weltweit gibt es mehr als 3.800 länderübergreifende Abkommen rund ums Wasser. Ein Beispiel: Der Nil mit seinen elf Anrainerstaaten. Neun davon haben sich sogar in einer Organisation zusammengeschlossen, um eine gerechte und nachhaltige Nutzung der Ressource Wasser zu sichern.

Website zum UN-Weltwasserjahr 2013.

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