Fotocredit: Pixabay/silviarita
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Hast du auch noch Kräuter auf dem Balkon oder im Garten, die sich hartnäckig gehalten haben und die du nun verarbeiten möchtest, bevor der Frost kommt?

In der Übergangszeit ist es oftmals noch sehr sonnig und eher warm, da wachsen Kräuter auf der Terrasse, dem Balkon oder im Garten nochmal besonders gut. Bevor der erste Frost kommt, sollten wir sie aber nun schnurstracks verarbeiten und noch sinnvoll einsetzen. Denn Kräuter haben eine wunderbare Wirkung auf uns und können sehr wohltuend auf unseren Organismus wirken. 

Du kannst beispielsweise Salben oder Tinkturen mit deinen feinen Kräutern herstellen und so den Sommer im Glas aufheben und noch lange etwas davon haben. 

BESONDERS WOHLTUENDE KRÄUTER 

Fotocredit: Pixabay/gate74
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Thymian – bringt eine lindernde Wirkung bei Erkältungen mit 

Salbei – kann dabei helfen Entzündungen zu hemmen 

Pfefferminze – wirkt wunderbar bei Kopfschmerzen oder bei Schnupfennasen 

Petersilie – hilft bei fettiger und unreiner Haut, ist eine wahre Vitaminbombe für deine Haut 

Rosmarin – fördert die Durchblutung und kann beispielsweise ins Peeling gemischt werden 

REZEPT FÜR DIY-ERKÄLTUNGSBALSAM 

Aus meiner Hausapotheke in der kühleren Jahreszeit nicht mehr wegzudenken ist der selbst gemachte Erkältungsbalsam. Du kennst das bestimmt auch, wenn die Nase verstopft ist oder rinnt und schon ganz rot rundherum geworden ist?! Dann tut der Griff zum DIY Balsam wahre Wunder. 

Er wirkt nicht nur pflegend auf die wunden Stellen rund um die Nase, er hilft dir auch die Nase durch die ätherischen Öle der Kräuter freier zu bekommen und wieder tief durchatmen zu können. 

Zutaten 

  • 100ml Olivenöl 
  • ca. 10g geschnittene Kräuter (z.B. Thymian, Salbei, Minze) 
  • 15g Bienenwachs 
  • 15 Tropfen ätherisches Pfefferminzöl 
  • 10 Tropfen ätherisches Thymianöl 

Anleitung 

  1. die Kräuter in das Olivenöl geben und pürieren. Dann über einem Wasserbad für ca. 60 Minuten erhitzen. Immer wieder gut durchrühren, damit die Wirkstoffe in das Öl übergehen. 
  2. Abkühlen lassen und immer wieder durchrühren. Nach 2-3 Stunden kannst du die Kräuter dann abfiltern; beispielsweise mit einem Nussmilchbeutel. 
  3. Den Ölauszug füllst du nun in ein sauberes Glas und fügst das Bienenwaschs hinzu. Es geht erneut übers Wasserbad, hier so lange erhitzen, bis das Wachs geschmolzen ist. 
  4. Das Öl wird wieder klar, wenn du alles richtig gemacht hast. Das ist der Moment, in dem du es von der Hitze nimmst und abkühlen lässt. Lass es etwa lauwarm werden und füge dann noch die ätherischen Öle hinzu. 
  5. Zuletzt kannst du den fertigen Balsam in Portionen abfüllen und vollständig abkühlen lassen; das wird einige Stunden dauern. 
Fotocredit: Pixabay/Mareefe
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Wenn du deinen Balsam kühl und dunkel lagerst, hält er in etwa ein Jahr. Gib bitte acht, dass du den Balsam nicht direkt auf deine Schleimhäute aufträgst, dort haben ätherische Öle nämlich nichts zu suchen und würden nur stark reizend wirken. Bitte auch nicht bei Säuglingen oder Kleinkindern anwenden.

Du kannst natürlich auch andere ätherische Öle hinzufügen. Versuch es doch vielleicht mal mit Rosmarin, um einen belebendere Wirkung zu erzielen oder etwas Ringelblume, um einen extra Pflegeeffekt zuzugeben.