Wie geht ein großer Möbelkonzern, wie IKEA, mit den Themen Nachhaltigkeit und erneuerbare Energie um? Wie wichtig sind diese Bereiche?

Wir haben nachgefragt und Antworten von IKEA Sustainability Managerin Mirjana Vuksa bekommen.

Was darf man sich unter People & Planet Positive vorstellen?
People & Planet Positive ist der Titel der globalen Nachhaltigkeitsstrategie des IKEA Konzerns, die auch in den einzelnen Ländern umgesetzt wird. Der Name resultiert aus den ambitionierten Zielen, die IKEA bis 2020 gesetzt hat: noch nachhaltiger handeln, das Business dementsprechend transformieren und letztendlich positive Auswirkungen auf Umwelt und Menschen haben.

Die Strategie umfasst drei Kernbereiche, die diese positive Auswirkung ermöglichen sollen:

1. Produkte und Lösungen anbieten, die Kunden helfen zu Hause nachhaltiger zu leben – Energie und Wasser zu sparen und Abfall zu reduzieren und ihn richtig zu trennen;

2. Energie und rohstoffunabhängig werden – ebensoviel erneuerbare Energie produzieren (Wind- und Sonnenkraft), wie wir verbrauchen und Kreislaufwirtschaft in unseren eigenen Prozessen ermöglichen (auch nach „zero waste to landfill“ streben);

3. Uns um alle Stakeholder kümmern, die von unserem Business betroffen sind – das gilt vor allem um die soziale Arbeit von IKEA – global und in der unmittelbaren Nachbarschaft.

IKEA verwendet energiesparende LEDs. Wie wird das konkret umgesetzt?
LED Beleuchtung ist derzeit aktueller Stand der Technik, wenn es um nachhaltige Beleuchtung geht. Immerhin verbrauchen LED-Lampen bis zu 85 Prozent weniger Strom und halten bis zu 20 Jahre lang. Aus diesem Grund werden wir bis Ende 2016 unser gesamtes Lampensortiment auf LED umstellen. Aber nicht nur das, wir werden auch an allen unseren Standorten die Beleuchtung auf LED umstellen (zum Teil ist das natürlich bereits erfolgt). Mit unserem erschwinglichen LED-Sortiment, möchten wir vielen Kunden helfen, zu Hause nachhaltiger zu leben.

Und mit unseren LEDARE Lampen unterstützen wir im Februar und März (1€ von jedem verkauften Stück) eine großartige UNHCR-Aktion.

Wie steht IKEA zu erneuerbaren Energiequellen?

Im Geschäftsjahr 2013 hat IKEA ungefähr ein Drittel des gesamten jährlichen Energieverbrauchs des Konzerns aus erneuerbarer Energie selbst produziert: Wir haben 550.000 PV-Anlagen an mehr als 100 Standorten installiert und 96 Windräder in sieben Ländern. Wir möchten in insgesamt zehn Ländern Windräder besitzen. 82% der Energie für Heizung kommt aus Biomasse.

Zusätzlich wollen wir energieeffizienter werden und investieren stetig in energieeffiziente Maßnahmen. In Österreich beziehen wir unseren Strom selbstverständlich seit vielen Jahren auch aus erneuerbaren Quellen: Derzeit ist unser Stromlieferant die Naturkraft. Zugleich analysieren wir weitere Investitionsmöglichkeiten. Das Klagenfurter Einrichtungshaus etwa wird aus Erdwärme geheizt und gekühlt.

Was ist für die Zukunft geplant?
Wir haben ambitionierte Ziele und wollen eine Vorreiterrolle übernehmen und Vorbild sein – in drei strategischen Feldern:

1. Nachhaltiger zu Hause leben:
– Wir möchten möglichst viele Menschen bewegen, nachhaltiger zu leben. Mit ambitionierten IKEA Food Zielen (zertifizierte Fischprodukte, Vegi-Angebote, usw.) möchten wir Menschen ein nachhaltigeres Angebot bieten

– Energieeffiziente Geräte, LED, Lösungen für Wassersparen, Abfall reduzieren mit inspirierenden Ideen usw.

2. Energie- und rohstoffunabhängig werden (s.oben)
Darüberhinaus wollen wir beispielsweise bis Ende 2015 100% Baumwolle aus nachhaltigerem Anbau beziehen.

3. Mensch und Gesellschaft:
– Lokale soziale Verantwortung
– IWAY – Der verpflichtende Verhaltenskodex für alle IKEA Lieferanten
– Unterstützung durch die IKEA Foundation in den ärmsten Regionen der Welt; Katastrophenhilfe

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