An der Südküste Norwegens kann man schon bald das Unterwasserleben beobachten und gleichzeitig sein Abendessen genießen.

Das norwegische Architektenbüro Snøhetta plant im Süden von Norwegen, das erste Unterwasser-Restaurant Europas zu bauen. Das Lokal soll den Namen Under bekommen, was auf Norwegisch sowohl ‚unter‘, als auch ‚Wunder‘ bedeutet. Hier kann man schon bald unter der Meeresoberfläche sitzen und speisen und dabei die Wunder der Unterwasserwelt beobachten. Bauen will man dieses Restaurant im Ort Båly auf der Halbinsel Lindesnes. Lindesnes liegt im Skagerrak und ist Norwegens südlichster Festlandzipfel.

Das Gebäude soll laut Plänen wie ein halbversunkener Monolith aussehen. Die Wände aus rohem Beton werden einen Meter dick sein, um den harschen Umweltbedingungen des Standortes und des Meeres standhalten zu können. Grauer Beton fügt sich auch gut ins Landschaftsbild, welches von Felsen geprägt ist, ein. Die Außenseite des Gebäudes soll eine relativ grobe Betonstruktur haben, damit Muscheln sich darauf ansiedeln können. So soll das Gebäude im Laufe der Zeit zu einem künstlichen Muschelriff werden.

Doch nicht nur Muscheln sollen sich ansiedeln, das Gebäude soll ein Restaurant und gleichzeitig auch eine Forschungsstätte für Meeresbiologen sein. Diese sollen die Möglichkeit bekommen wilde Fische und deren Verhalten zu beobachten. Gleichzeitig will man versuchen, diesen Fischen einen möglichst guten Lebensraum in der Nähe des Restaurants zu bieten, damit die Gäste wirklich etwas zu beobachten haben während sie bei Tisch sitzen.

Im inneren des halbeversunkenen Monolith-Gebäudes sollen drei verschiedene Ebenen entstehen, welche auch visuell deutlich von einander zu unterscheiden sein sollen. Der Eingangsbereich mit Garderobe wird sich noch über dem Meeresspiegel befindet, von dort gelang man hinunter in die Champagnerbar. Die Bar ist sozusagen der Übergang zwischen Küste und Unterwasserwelt, was auch durch ein schmales, vertikales Fenster symbolisiert werden soll. Dieses Fenster soll bis in den tiefst gelegenen Raum, den Speisesaal, reichen. Im Speisesaal dominieren dunkle Grün- und Blautöne, um den Raum optisch der Unterwasserwelt anzupassen. Die Wunder der norwegischen Unterwasserwelt kann man durch ein riesiges Panoramafenster beobachten, während man Köstlichkeiten aus regionalen Zutaten genießt. Eröffnet wird das Under Anfang 2019, Updates und Bilder zum Projekt gibt es auf der Website des Restaurants oder des Architekturbüros Snøhetta.

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Bild: Snohetta

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