Tipps zum Strom sparen im Haushalt.

Da man gerade im Winter schon so viel Energie fürs Heizen braucht, lohnt es sich doppelt, auf andere Quellen zu achten, wo man gut Strom und Energie sparen kann. Ich habe meine Wohnung noch lange nicht perfekt eingerichtet, aber ich denke, ein paar gute Tipps, kann ich dir auf jeden Fall mitgeben. Während sich vor meinem Fenster mitten in Wien also zum ersten Mal in diesem Jahr richtige Schneemassen bilden, kontrolliere ich, ob meine Stromsparvorrichtungen noch alle intakt sind.

So spare ich Strom

Beginnen wir ganz von vorne. Der Gang ist der mit Abstand kühlste Raum in der Wohnung. Wieso das so ist, und wieso das Sinn macht, erfährst du weiter unten.

Vom Gang kommt man direkt ins Bad, wo man gleich auf zwei Dinge besonders achten kann.

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1. Der Duschkopf. Über den Duschkopf kann man nicht nur Wasser, sondern auch Strom sparen. (Vor allem, wenn du mit Strom heizt.) Es gibt nämlich Perlatoren oder Sparduschköpfe, die dem Wasser viel Luft beimischen. Dadurch bleibt der Druck des Wasser derselbe, du verbrauchst aber viel weniger Wasser und somit auch weniger Energie, die benötigt wird, um dieses Wasser zu erhitzen. Es lohnt sich in Hinsicht auf beides wirklich, sich mal über so einen Duschkopf zu informieren. Perlatoren gibt es übrigens auch für normale Wasserhähne, aber eigentlich sollten mittlerweile schon handelsüblich überall welche eingebaut sein.

2. Die Waschmaschine. In meinem Fall steht die im Bad und sie wird- ganz ehrlich- gar nicht so selten verwendet. Ich wasche im Durchschnitt wohl ein- bis zweimal in der Woche die Wäsche. Fast immer mit dem 30° Feinwäsche-Programm. Hier ist es gut zu wissen, dass man seine Wäsche eigentlich nie wärmer oder heißer waschen muss. Sollten dir 40° lieber sein, okay. Aber glaube mir, das macht keinen großen Unterschied, denn Bakterien würden bei diesen Temperaturen sowieso nicht getötet. Es braucht nur mehr Energie und beansprucht die Fasern stärker. Bei 60° und 90° muss man seine Wäsche eigentlich nie waschen, es sei denn, sie ist stark verschmutzt oder jemand im Haushalt war krank. Wenn du jetzt noch darauf achtest, die Trommel immer schön vollzumachen, ist damit eigentlich schon alles getan.

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Wenn wir jetzt das Badezimmer verlassen, kommen wir gleich mal in Küche und Wohnzimmer. Hier stehen noch einmal einige elektronische Geräte herum, an denen sich super Strom sparen lässt. Eines der Dinge, die ich am meisten nutze, ist der Wasserkocher. Und hier habe ich einen besonders coolen erwischt, der aus Glas ist und die äußerst praktische Funktion besitzt, die Wassertemperatur ab 60° in Zehnerschritten auswählen zu können.

Sparen in der Küche

3. Der Wasserkocher. Da ich viel grünen Tee und Matcha trinke, ist es richtig praktisch, mein Wasser einfach direkt auf 70° oder 80° heizen zu können. Durch die Messangaben außen am Kocher, fülle ich immer genau so viel Wasser ein, wie ich brauche. Damit ist der perfekte Nutzen erreicht und ich verbrauche so wenig Energie, wie möglich. Übrigens verbraucht ein Wasserkocher viel weniger Strom, als ein Topf auf dem Herd. Solltest du noch keinen Kocher haben, wird es also längstens Zeit!

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Weiter geht es mit meiner kleinen Wohnungstour. Was mir jetzt gleich ins Auge fällt, sind meine Lampen. Fast in jeder Fassung stecken LED-Birnen. Wieso das wirklich viel Sinn macht, kannst du in diesem Beitrag etwas genauer nachlesen: Strom Sparen mit LED-Lampen

4. LED-Lampen, kurz zusammengefasst: Sind ein bisschen teurer, leben lange, und sparen nach einigen Jahren tatsächlich Geld ein. Wieso also nicht? Außerdem werden sie nicht heiß, was auch ein großer Pluspunkt ist, wie ich finde.

Gleich neben meiner selbst gebastelten Papierschuppen-Lampe hängt mein Thermostat an der Wand. Uh, ein schwieriges Thema, aber keines, dass man deswegen auslassen sollte.

Sparen beim Heizen

5. Mit dem Thermostat kann man viel Energie sparen- und verlieren. Die richtige Einstellung kann dir viel Geld einsparen. Hier lohnt es sich, die Heiztemperatur in den verschiedenen Räumen anzupassen. Erinnerst du dich noch an meinen Gang? Der ist ja zusammen mit dem Klo der kälteste Raum meiner Wohnung. Dort, wo ich mir die Schuhe ausziehe und Jacken anziehe, muss es nicht mehr als 16° haben. Im Bad und im Wohnzimmer darf es aber sehr gerne mehr haben. Genaueres kannst du in diesem Beitrag von mir nachlesen: Wie du deine Altbauwohnung richtig heizen kannst

Als letzten Stopp auf meiner Wohnungstour kommen wir zu meinem Lieblingsarbeitsplatz. Ein gemütlicher Sessel mit Fußablage, direkt neben einer großen Stehlampe und einer riesigen Steckdosenleiste! Die brauche ich immer wieder für die unzähligen Ladekabel meiner Geräte, für Lampen, wenn ich ein Video drehe, und, und, und. Und diese Stromleiste wäre so viel besser, hätte sie einen Kippschalter.

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6. Stromleisten mit Kippschalter machen echt Sinn. Denn die allerbeste Möglichkeit sicherzustellen, dass ein Gerät keinen Strom mehr verbraucht, ist es, den Stecker zu ziehen. Genau das mache ich momentan nach jedem Gebrauch eines Gerätes in dieser Stromleiste. Gerade meine Akkuladegeräte bleiben oft noch warm, obwohl kein Akku mehr drin ist und das ist ein Zeichen dafür, dass noch Strom durchläuft. Das kann nicht gut sein und natürlich ist es unnötig verbrauchter Strom. Ein Kippschalter macht deswegen so viel Sinn, weil er mit einem einfachen *klick* den Strom in der Leiste komplett abdreht. Damit brauchst du dir keine Sorgen mehr zu machen, etwas zu verschwenden.

Übrigens gibt es sogar automatische Steckerleisten, die Geräte im Stand-by-Modus erkennen und von selbst den Strom für diese abdrehen. Coole Sache, oder?

Mittlerweile bin ich in meinem Wohnzimmer angekommen und mir fällt gerade auf, dass mein Fernseher fast immer im Stand-by-Modus schläft. Ganz perfekt läuft es hier also noch lange nicht, aber ich gebe mir Mühe, und an vielen Ecken und Enden macht es nicht einmal einen Mehraufwand, Energie zu sparen. All die von mir genannten Dinge sind meines Erachtens relativ leicht umsetzbar, können aber einen Riesenunterschied machen. Das weiß ich von meiner Stromrechnung.

Fotos: Laurel Koeniger

Laurel KoenigerLaurel Koeniger
Laurel Koeniger schreibt auf seinem Blog laurelkoeniger.eu über Nachhaltigkeit, faire Mode und einen schönen Lebensstil. Außerdem produziert er regelmäßig YouTube-Videos zu ähnlichen Themen und ist in Wien als Theaterscout tätig. Laurel liebt es, Kolumnen und Texte jeder Art zu schreiben und arbeitet momentan an der Veröffentlichung seines ersten Romans, während seines Literaturwissenschaft-Studiums.

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