Fisch gilt als eines der gesündesten Lebensmittel. Mittlerweile sind die Meere aber so überfischt, dass Dreiviertel aller Bestände bedroht sind.

Durch die Industrialisierung des Fischfangs durch hochmoderne Fangflotten wird weit mehr gefangen, als auf natürlichem Wege nachkommen kann. Unglaubliche 80 Millionen Tonnen Fisch werden weltweit jährlich gefangen und die Nachtrage steigt weiter.

Die Lösung dieses Problems sollte die künstliche Zucht von Fischen, die Aquakultur bringen. An und für sich wäre die Idee dadurch den Bestand in den Weltmeeren zu schonen ja ganz gut, nur leider ist die Art der Umsetzung –  nämlich in Massentierhaltung – unzumutbar.

Negative Aspekte der konventionellen Aquakultur

  1. Fische fressen Unmengen an Fisch. Für ein Kilogramm gezüchteten Lachs werden etwa fünf Kilo Futterfische benötigt, für ein Kilogramm Thunfisch gar 20kg und dieses Fisch-Futter stammt wiederum aus den Meeren.
  2. Konventionelle Aquakultur bedeutet Massentierhaltung. Tausende von Fischen leben dicht gedrängt in Käfigen und sind deshalb sehr anfällig für Krankheiten und Verletzungen. Die vorbeugende Gabe von Antibiotika ist Gang und Gäbe.
  3. Für riesige Shrimpsfarmen wie z.B. in Asien werden ökologische Habitate, wo das Wasser noch kristallklar ist verdrängt. Nach kürzester Zeit ist das Wasser durch die Unmengen an Fäkalien stark verschmutzt und fördert so das Wachstum der Algen, welche von Bakterien unter hohem Sauerstoffverbrauch abgebaut werden müssen.

Alternative biologische Aquakultur

Wer nicht auf Fisch verzichten will, muss zu Produkten aus biologischer Aquakultur greifen. Hier gibt es strenge Richtlinien, die eine umweltschonende Zucht gewährleisten. Zu den Kriterien zählen:

  • niedere Besatzdichte (artgerecht)
  • keine Vergabe von Antibiotika
  • keine Gen-Futter, keine chemischen Zusätze
  • keine Hormone oder Wachstumsförderer
  • Schutz der umliegenden Ökosysteme

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Bildrechte © Uschi Dreiucker, pixelio.de

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