Die Bestattung Wien will ihre Unternehmenszentrale am Zentralfriedhof künftig mit Wärme aus dem Krematorium beheizen. „Um einen Menschen zu verbrennen, muss man sehr viel Energie aufwenden“, wird der Sprecher der…

Die Bestattung Wien will ihre Unternehmenszentrale am Zentralfriedhof künftig mit Wärme aus dem Krematorium beheizen. „Um einen Menschen zu verbrennen, muss man sehr viel Energie aufwenden“, wird der Sprecher der Bestattung Wien in Medienberichten zitiert.

Dass die Unternehmenszentrale mit Leichen beheizt würde, sei aber falsch. Was richtig ist: Im Verbrennungsofen des Krematoriums muss eine Temperatur von mehr als 800 Grad Celsius erzeugt werden, um Verstorbene zu kremieren. Jedes Jahr werden von der Bestattung Wien 5.500 bis 6.000 Verstorbene verbrannt, schreibt der Standard – der Energieaufwand ist also bereits recht hoch.

Die Restenergie könnte man natürlich – so wie bisher – durch den Schornstein entweichen lassen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit hat sich die Bestattung Wien aber entschlossen, den Neubau, der bis 2012 fertiggestellt werden soll, damit zu heizen.

Ganz reicht diese Restenergie aus dem benachbarten Krematorium allerdings nicht aus. Was fehlt, wird ganz konventionell durch Gas bestritten.

Achtung vor den Toten

Dem Unternehmenssprecher zufolge ist die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen worden. Die Pietät stünde natürlich an oberster Stelle.
Allerdings gäbe es international Vorbilder für die Methode, etwa in Deutschland.

In das Fernwärmenetz der Stadt Wien wird die Energie aus dem Krematorium jedenfalls nicht eingespeist.

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