550.000 Bienen sind rund um die Wiener Müllverbrennungsanlagen Spittelau und Flötzersteig das ganze Jahr über fleißig unterwegs. Das Ergebnis ihrer Arbeit kann sich sehen und schmecken lassen: 130 Kilogramm Honig wurden 2025 geerntet.

Zwischen dampfenden Rohren und surrenden Maschinen herrscht reges Treiben – nicht nur bei den Müllkranfahrer:innen und Kraftwerker:innen der Wiener Müllverbrennungsanlagen Spittelau und Flötzersteig. Auch rund 550.000 Bienen sind hier das ganze Jahr über fleißig unterwegs. Und das Ergebnis ihrer Arbeit kann sich sehen – und schmecken – lassen: 130 Kilogramm Honig wurden 2025 geerntet. Das reicht für 590 Gläser zu 220 Gramm voller goldener Süße.

Stadtbienen im Einsatz – mitten im Energiezentrum

Dass Bienen mitten in der Stadt leben, ist längst kein Kuriosum mehr. Im Gegenteil: Städte bieten oft überraschend gute Bedingungen für die kleinen Bestäuber. Bei Wien Energie wird das Bienenwohl sogar aktiv gefördert – mit durchdachter Begrünung und liebevoller Pflege.

In der Spittelau sorgen die vielfältigen Pflanzen entlang des Besucherpfads für eine lange Blühfolge von März bis in den Herbst. Auf dem Dach der Power2Heat-Anlage gedeiht ein Urban Gardening-Bereich mit Gemüse und Kräutern – ein echtes Buffet für die Bienen. Und der nahegelegene Wienfluss mit seiner Uferbepflanzung liefert zusätzliche Nahrung und Lebensraum.

Am Flötzersteig haben die Bienen ihr Zuhause auf einer Obstwiese mit Apfelbäumen und Wildblumen. Hier summt es nicht nur im Sommer – hier wird Biodiversität gelebt.

Bio-Honig mit Stadtcharakter

Betreut werden die Bienenstöcke von der Wiener Bezirksimkerei, einer zertifizierten Bio-Imkerei, die gemeinsam mit dem Team von Wien Energie für die Ernte sorgt. Der Honig ist nicht nur ein Nebenprodukt – er ist ein Symbol dafür, wie Energieproduktion und Natur miteinander harmonieren können.

Honig aus der Nachbarschaft – ein Wiener Erfolgsmodell

Die Honigproduktion in Wien boomt nicht nur bei Wien Energie. Die Wiener Bezirksimkerei etwa betreibt biologische Imkerei in allen Gemeindebezirken und bringt Bienen und Menschen in der Stadt zusammen. Ihre Philosophie: Regionalität, artgerechte Haltung und ein sorgsamer Umgang mit der Umwelt. Wer möchte, kann sogar bei der Honigernte oder beim Schleudern mithelfen – ein echtes Erlebnis für Groß und Klein.

Warum Stadtbienen so wichtig sind

Bienen sind weit mehr als Honiglieferanten. Sie bestäuben Pflanzen, sichern Ernten und erhalten die biologische Vielfalt. Gerade in Städten, wo Grünflächen oft rar sind, spielen sie eine entscheidende Rolle. Urbanes Imkern fördert nicht nur die Artenvielfalt, sondern schafft auch Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge – direkt vor unserer Haustür.


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Bilder: Wien Energie / Michael Horak / Maier Lukas