Diesen Ausspruch hört man immer wieder, aber was bedeutet das im Konkreten? Und wie komme ich in diese Kraft?

Hört man, dass es gut wäre, in die Ruhe zu kommen, gibt es sehr häufig die Empfehlung, zu Meditieren, oder Yoga oder Qi-Gong zu praktizieren. Das sind jedoch von Haus aus schon sehr ruhige Tätigkeiten, die man, wenn man sehr gestresst und unruhig ist, nur sehr schwer schafft. Der Kopf rast noch von einem Gedanken zum anderen, und man merkt gar nicht, dass man nicht wirklich ruhig ist.

Diese Methoden sprechen daher nur eine bestimmte Gruppe an Menschen an, die mit diesem extremen Gegensatz gut umgehen können, die vielleicht sogar schon einige Erfahrung mit innerer Ruhe haben. All die anderen müssen sich aber deshalb nicht selbst bemitleiden. Es gibt auch viele andere Methoden, um zur Ruhe zu kommen. Man muss sich nicht immer nur an weit entfernten Kulturen orientieren, um zu einem für sich guten Ergebnis zu kommen.

Die Kraft der Ruhe

Aber welche Kraft hat die Ruhe denn tatsächlich? Oft ist es doch so, dass wir – wenn wir mal nichts tun, gleich wieder unruhig werden. Das passiert meist dann, wenn eine innere Stimme den Gedanken stärkt, dass wir etwas tun müssen, um geliebt und geschätzt zu werden. Dass wir etwas tun müssen, um unseren Platz in der Gemeinschaft zu verdienen. Oder sogar dass wir etwas tun müssen, weil wir sonst nicht das Recht bekommen, überhaupt existieren zu dürfen.

Wenn wir es aber schaffen, wirklich in die Ruhe zu kommen, dann ermöglicht uns das die Erfahrung, dass all die davor genannten Ängste und Gedanken gar nicht unbedingt wahr sind. Dass wir einfach nur hier sein dürfen und dennoch wertvoll als Mensch sind. Aus dieser Erfahrung und Erkenntnis heraus, dass wir nicht sofort tot umfallen, wenn wir nichts tun, kann eine Kraft entstehen, die uns von innen heraus stärkt.

Aus dieser Kraft, einfach nur sein zu dürfen, kann es leicht sein, dass wir neue Ideen bekommen, was wir tatsächlich aus unserem Herzen heraus gerne tun möchten. Dieses Tun hat jedoch eine andere Qualität, und auch das Ergebnis wird ein anderes sein, als wenn wir die selbe Tätigkeit aus Angst heraus getan hätten. Und wenn der Unterschied der ist, dass wir selbst danach zufriedener sind, ist es auch schon viel wert.

Viele Menschen stricken sehr genre zur Beruhigung - Photocredit: pixabay.com/Skitterphoto
Viele Menschen stricken sehr genre zur Beruhigung – Photocredit: pixabay.com/Skitterphoto

Übers Tun in die Ruhe kommen

Es wirkt vielleicht im ersten Moment unlogisch, dass man durch Aktivität in die innere Ruhe kommt. Es gibt jedoch diverse Tätigkeiten, die dies sehr wohl ermöglichen und sogar fördern. Für jeden Menschen kann das sehr unterschiedlich sein. Nach meinen Beobachtungen ist es jedoch sehr oft eine einfache, sich ständig wiederholende Tätigkeit, die die Hände/Arme oder Füße/Beine beschäftigt, aber dennoch ein gewisses Maß an Aufmerksamkeit benötigt.

Das kann spazieren oder laufen, Handarbeiten wie stricken oder häkeln, schnitzen oder auch Kuchen/Kekse backen sein. Es kann jegliche Form von kreativem Ausdruck wie basteln, malen, aber auch tanzen oder singen sein. Auch körperlich anstrengende Tätigkeiten wie Holz hacken oder sägen können helfen. Wichtig ist dabei vor allem, dass man diese Tätigkeit gerne macht, und auch gerne mehrere Stunden.

Je nachdem wie sehr man innerlich gestresst oder unruhig ist, kann es nämlich durchaus eine Zeit dauern, bis man dieses Stadium der inneren Ruhe gefunden hat.

Fazit

Ich habe für mich diverse unterschiedliche Methoden gefunden, um in meine innere Ruhe zu kommen. Je nachdem wie ich mich davor fühle wähle ich aktivere Tätigkeiten wie Tanzen, oder ruhigere Tätigkeiten wie Backen oder Handarbeiten. Auch wenn es nicht immer so leicht für mich zu erkennen ist, dass ich gerade nicht in meiner inneren Ruhe bin, merke ich es dann doch früher oder später, und nehme mir entsprechend Zeit, zu mir und meiner Kraft zurück zu finden. Das gibt mir eine besondere Lebensqualität, auf die ich nicht mehr verzichten möchte.

 

Weitere Quellen

Leben und Arbeiten mit Begeisterung

 

Bildquellen

Beitragsbild: pixabay.com / NeuPaddy
Bild im Text: pixabay.com / Skitterphoto

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