Wo bekommen wir Jungpflanzen abseits der Märkte?

In Situationen, wo Jungpflanzen-Märkte abgesagt werden, wir nicht reisen können, oder auch einfach nicht wollen, wird der Wunsch nach alternativen Bezugsquellen für diverse kleine Pflänzchen immer größer. Aber wie finden wir sie? Wo finden wir welche Pflanzen? Und wie funktioniert das eigentlich?

Die Jungpflanzen-Märkte finden normalerweise meist um den 1. Mai herum statt. Der Versand bzw. Bestellungen beginnen aber teilweise schon um einiges früher. Wer also im April erst beginnt zu suchen, ist in manchen Fällen schon spät dran.

Was ist zu Beachten?

Bei der Suche im Internet nach Gärtnereien, die Jungpflanzen versenden ist es wichtig, auch auf die Quelle zu achten. Wo hat der Anbieter seinen Standort? Viele Seiten, die man über Suchmaschinen findet, sind in Deutschland beheimatet. Wer also nicht seine Tomatenpflänzchen durch Halb Europa schicken will, sollte davor den Standort der Gärtnerei genau prüfen.

Wenn die Pflanzen gut gepolstert werden, können sie auch in Kisten verpackt verschickt werden. – Photocredit: unsplash.com/rosebox

Beim Versand von Gemüse-Jungpflanzen, oder auch bei Saatgut gibt es natürlich die Möglichkeit, von großen Konzernen zu bestellen, wo möglicherweise die Preise niedriger oder der Abwicklungsprozess reibungsloser läuft.

Es sollte jedoch auch eine Überlegung wert sein, die kleinen, biologisch und/oder nachhaltig agierenden Betriebe unterstützen, und möglicherweise über ein paar organisatorische Herausforderungen hinwegsehen. Dadurch können wir nämlich die arten- und sortenreiche Auswahl sowohl an Pflanzen als auch an Anbietern erhalten.

Wie finden?

Auf biogaertner.at findet sich eine lange und umfangreiche Liste an diversen Gärtnereien und Pflanzenfachmärkten, die auch nach Hause liefern. Diese Liste ist aber weit davon entfernt, vollständig zu sein.

Um so regional wie möglich zu bleiben, können wir auch die Bauern und Gärtnereien direkt kontaktieren, die normalerweise auch auf den Märkten vertreten sind, die wir frequentieren. Dadurch müssen wir uns nicht durch unpersönliche Webshops durchkämpfen und können direkt und auf menschlicher Ebene genau die unterstützen, die es möglicherweise am dringendsten brauchen.

Auch auf der Seite der Umweltberatung gibt es eine Liste, wo man Bio-Saatgut und -Jungpflanzen kaufen kann. Welche dieser Anbieter jedoch auch Bestellungen annehmen oder liefern, kann in der Suche nicht dezidiert angegeben werden.

Noch ganz klein als Keimlinge werden die Pflanzen noch nicht verschickt. Erst wenn sie schon ein bisschen stabiler und robuster sind. – Photocredit: pixabay.com/AndreasGoellner

Weitere Quellen

Zusätzlich zu der Liste auf biogaertner.at gibt es hier ein paar weitere Quellen für sowohl Jungpflanzen als auch Saatgut:

Arche Noah

Arche Noah, die Gesellschaft für die Erhaltung der Kulturpflanzenviefalt in Schiltern bietet den Versand derzeit nur von diversem Saatgut an. Obstgehölze können online bestellt und vorort abgeholt werden. Jungpflanzen können nicht bestellt, dafür aber beim Arche Noah Pop-Up Markt in Neulengbach  erstanden werden.

Stekovics

Paprika-, Paradeiser- und Chili-Pflanzen können bei Erich und Priska Stekovics aus dem Nordburgenland bestellt werden. Hier gibt es keine Auswahl einzelner Pflanzen, sondern eine Box mit einer Mischung unterschiedlicher Sorten.

Adamah

Neben dem Gemüsekistl bietet der Biohof Adamah auch den Verkauf von Jungpflanzen an. Lieferung ist aktuell nicht möglich. Man kann sich die Pflanzen jedoch über das Internet vorbestellen und dann selbst vorort abholen.

Fazit

Es gibt viele regionale Angebote für Jungpflanzen, wobei die meisten davon derzeit maximal Bestellungen online ermöglichen, jedoch Abholung dennoch persönlich notwendig ist. Und vor allem für Bestellungen und den Versand gilt: früh planen. Dann können die Gärtnereien im Idealfall ihr Angebot besser anpassen, und man bekommt genau was mach möchte oder sucht.