In dem Dokumentarfilm HOME nimmt uns Regisseur Yann Arthus-Bertrand mit in die Lüfte und zeigt uns die Welt aus der Vogelperspektive. Von hier aus sehen wir ihre Schönheit sowie ihre…

In dem Dokumentarfilm HOME nimmt uns Regisseur Yann Arthus-Bertrand mit in die Lüfte und zeigt uns die Welt aus der Vogelperspektive. Von hier aus sehen wir ihre Schönheit sowie ihre Wunden. Die Bilder sprechen für sich; die Erde erzählt selbst ihre Geschichte. Ganz unpathetisch und doch majestätisch zeigt sie uns, wo wir gerade stehen.

2009 startete mit HOME ein mediales Großereignis: In über 50 Ländern auf unterschiedlichen Plattformen wurde der Film am selben Tag zum ersten mal ausgestrahlt. Ob im Kino, im Fernsehen oder im Internet, man präsentierte den Film kostenlos und für alle zugänglich. Denn den Machern ging es nicht um den Profit, sondern um eine Botschaft, die der Regisseur selbst mit dem Satz zusammenfasst: Es ist zu spät, um noch Pessimist zu sein.

Das Leben ist ein Kreislauf

Auf beeindruckende Weise vernittel der Film, wie alles auf dieser Erde zusammenhängt und voneinander abhängig ist. Alles funktioniert in einem Kreislauf. So ist zum Beispiel die Wassermenge auf der Erde immer gleich. Alle aufeinanderfolgende Arten trinken das gleiche Wasser. Wer weiß, vielleicht ist der nächste Schluck Wasser schon einmal durch einen T-Rex gelaufen…

Nicht nur der Zusammenhang zwischen den Arten, auch die Tatsache, dass jedes Lebewesen wichtig ist und seinen Teil zum Gleichgewicht beiträgt, wird herausgestellt. Der Sauerstoff, den wir zum Überleben brauchen, wird beispielsweise zu 70 Prozent von Algen produziert.

Wir müssen handeln

Nicht mit erhobenem, doch mit hinweisendem Zeigefinger führt HOME uns vor Augen, dass wir der Erde zu viel zumuten. Wir konsumieren zu viel und verbrauchen zu viele Ressourcen. Es ist Zeit, die richtigen Entscheidungen zu treffen und zu handeln.

Ohne lange Erklärungen werden die Bilder von Fakten unterlegt, wie zum Beispiel:

  • 20 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 80 Prozent der natürlichen Ressourcen.
  • Über eine Milliarden Menschen leiden Hunger. Mehr als 50 Prozent der Getreideernte weltweit wird als Tierfutter oder für Biokraftstoff verwendet.
  • In 100 Jahren wurden drei Viertel aller Getreidearten ausgelöscht.
  • Jeder vierte Mensch, mehr als alle Einwohner der Industrieländer, lebt noch wie unsere Vorfahren vor 6.000 Jahren ohne elektrischen Strom.
  • Die Hälfte der Menschheit arbeitet in der Landwirscthaft, drei Viertel von Ihnen arbeiten nur mit den Händen. Nur 3 Prozent der Bauern weltweit verfügen über einen Traktor.
  • Es wird zwölfmal mehr Geld für Waffen als für Entwicklungshilfe ausgegeben.

Der Film soll zum Handeln anregen

Mit HOME möchte Yann Arthus-Bertrand zeigen, dass unser Konsumverhalten direkte Auswirkungen auf die Umwelt hat. Er hofft, mit der Dokumentation einen kleinen Beitrag dazu leisten zu können, dass die Menschen ihre Gewohnheiten umstellen und ihre Tatkraft, ihre Hilfsbereitschaft und der Wille zum Teilen angeregt werden.

Eines der schönsten Zitate, das zum Nachdenken anregt, ist wohl: Eine Stärke des Menschen war es immer, sich seiner Schwächen bewusst zu sein. Den Rest sollen die Bilder vermitteln: Hier geht es zum Film.

Mehr Informationen und Interviews unter: www.home-der-film.org

Bildnachweis Titel: © Rita Thielen  / Pixelio.de
Bildnachweis: © Gaby Stein / Pixelio.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*