Kurzsichtigkeit
Kurzsichtigkeit
Spielen im Freien ist gut für die Augen.

Das Spielen im Freien kann vor Kurzsichtigkeit schützen. Dies berichtet die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG).

Freiluftaktivitäten gegen Kurzsichtigkeit

Naturkontakte fördern die kindliche Entwicklung. Sie wirken sich positiv auf Motorik, Sprachvermögen, Selbstbewusstsein und soziale Kompetenz aus (s. „Kinder brauchen mehr Kontakt zur Natur“). Doch wer hätte gedacht, dass Freiluftaktivitäten Kinder auch vor Kurzsichtigkeit schützen? Dies ist zumindest das Ergebnis einer aktuellen chinesischen Studie. Bereits 40 Minuten tägliches Toben auf Spielplatz oder Schulhof würden zum Schutz vor Kurzsichtigkeit schon ausreichen.

Für die Studie wurden Grundschüler ohne Sehschwäche aus 12 Schulen über einen Zeitraum von drei Jahren untersucht. Bei den Kindern, die sich durch Spiel und Hobby täglich mehr als 40 Minuten im Freien aufhielten, entwickelten 10 Prozent weniger eine Kurzsichtigkeit als in der Kontrollgruppe, die weniger Zeit draußen verbrachte.

Mangel an Tageslicht fördert Kurzsichtigkeit

Auch die DOG sieht im Mangel an Tageslicht eine mögliche Erklärung für die weltweit steigende Kurzsichtigkeit bei jungen Menschen. Helles Tageslicht hemme bei Kindern das Längenwachstum des Augapfels. Bei Lichtmangel würde der Augapfel also zu lang werden, sodass das Licht, das durch die Linse fällt, schon vor der Netzhaut gebündelt würde.

Derzeit ist eine Langzeitstudie in Planung, die zeigen soll, ob der Effekt auch über einen längeren Zeitraum nachhaltig bestehen bleibt. Ob man nun die nicht erblich bedingte Kurzsichtigkeit durch das Spielen im Freien wirklich vorbeugen oder nur aufschieben kann – fest steht, dass sich weniger Zeit vorm Computer und mehr Zeit in der Natur zu verbringen, positiv auf die Entwicklung von Kindern auswirkt.

Quelle:
Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft: Spielen im Freien schützt vor Kurzsichtigkeit Studie zeigt: Schon 40 Minuten täglich können helfen. Pressemeldung Februar 2016. http://www.dog.org/wp-content/uploads/2016/03/PM-DOG-Myopie_F.pdf (zuletzt aufgerufen: 23. März 2016).Bild: © Martina Liel

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