In den Niederlanden oder Dänemark gehören sie zum alltäglichen Straßenbild und auch bei uns sieht man sie immer öfter: Lastenfahrräder könnten künftig für den Warentransport in den Städten eine große Rolle spielen. Eine Lösung der unbefriedigenden Abstellsituation bietet die „Copenhagenize Bar“.

Sie sind so etwas wie die Pickups der Fahrräder. Mit ihren langen Ladeflächen bieten Lastenfahrräder Transportmöglichkeiten für Alltagsradler wie für Gewerbetreibende. Mit den langen Kutschen hat man in der Stadt allerdings ein Parkplatzproblem, nicht nur mit dem Auto. In Dänemark besitzt bereits jeder sechste Stadtbewohner ein Lastenfahrrad, Abstellmöglichkeiten für die insgesamt 40.000 Räder gibt es nicht.

Das Lastenfahrrad benötigt eigene neue Strukturen, das rosa Parkauto für Lastenräder konnte Kopenhagens Verwaltung nicht beeindrucken. Gemeinsam mit den britischen Radparkspezialisten von Cyclehoop hat das Designunternehmen Copenhagenize die „Copenhagenize Bar“ entworfen. Das englische Wort „bar“ ist hier mit Riegel oder Stange zu übersetzen, trotzdem: funktional, elegant, einzigartig, sicher, flexibel und modular sollte sie sein.

Einen guten Eindruck machen im Straßenbild, wichtig vor allem in Geschäftsvierteln. Für Diebe abschreckend und den Fahrradbesitzern ein Gefühl der Sicherheit vermittelnd, waren zwei weitere wichtige Faktoren. Dazu sollte das Design eindeutig und klar sein, denn Plätze für Lastenfahrräder bestehen üblicherweise aus nicht mehr als einer Metallstange neben den Abstellplätzen für gewöhnliche Fahrräder. Mit dem Schlagwort flexibel war gemeint, dass möglichst alle Typen und Marken von Lastenfahrrädern geparkt werden können, schließlich gibt es alleine in Dänemark 15 Produzenten. Als Benutzer waren primär Bewohner von dicht besiedelten Gebieten angedacht, die mit Hilfe der „Copenhagenize Bar“ ihr Fahrrad auf der Straße parken können und nicht mehr in den Hinterhof tragen müssen. Modularität ist entscheidend, um auf unterschiedliche Bedingungen reagieren zu können. Manchmal ist nur Raum für einen Stellplatz, an der anderen Ecke geht sich aber eine kleine überdachte Anlage für 5 oder 6 Fahrräder aus.

Das Fahrrad wird einfach zwischen die beiden Pfosten geschoben und der Querbalken geschlossen. In späteren Versionen soll die Fixierung über spezielle Zugangskarten geöffnet werden können, um beispielsweise ein Bikesharing-System aufbauen zu können. Das Lastenfahrrad an sich wird über ein Kettenschloss befestigt. Im Zusammenspiel mit einem Speichenschloss, welches die Räder blockiert, dürfte das Lastenrad relativ sicher vor Diebstahl sein. In Kopenhagen hat das Lastenfahrrad den Kleinwagen in der Stadt ersetzt, die „Copenhagenize Bar“ würde die entsprechenden Abstellmöglichkeiten bieten.

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