Nützlinge Holz Garten
Nützlinge Holz Garten
Mehr Nützlinge im Garten bedeutet weniger Schädlinge und bessere Ernte.

Wer Schädlinge im Garten reduzieren möchte, muss Nützlingen mehr Lebensraum und Nahrung bieten. Hobbygärtner klagen über Schädlingsfraß und Ernteeinbußen, doch das Problem ist meist „hausgemacht“, denn der Mensch zerstört das Gleichgewicht der Natur.

Nützlinge und Schädlinge vertragen sich nicht

Die Natur reguliert dieses Gleichgewicht ganz gut, aber wenn „Unkraut“ tot gespritzt wird, der Rasen golftauglich ist und das Laub im Herbst so schnell als möglich entsorgt wird, dann fühlen sich unsere heimischen Nützlinge gar nicht wohl und verschwinden.

  • Marienkäfer und deren Larven vertilgen hunderte von Blattläusen
  • Auch Florfliegenlarven und Ohrwürmer sind natürliche Feinde der Blattlaus
  • Schwebfliegen, Schlupfwespen und Raubmilben zählen ebenfalls zu den Nützlingen
  • Vögel und Igel tragen zur Reduktion von Schädlingen in Haus und Garten bei

Wann Nützlinge kommen und bleiben

Was Nützlinge brauchen ist Lebensraum und Nahrung! Verzichte im Garten auf Insektizide und chemisch-synthetische Dünger und lass auch mal der „Natur“ ihre Bereiche. Hier ein paar Tipps, wie Du Nützlinge in Deinen Garten lockst.

Blumen- und Staudenbeete:

  • Nektar und Blütenpollen dienen als Nahrungsquelle für Wildbienen, Schmetterlinge und Hummeln
  • Dichtes Blattwerk und hohle Stängel sind beliebte Rückzugsorte und Überwinterungsquartiere für Insekten und Kleintiere
  • Spinnen, Insekten und kleine Vögel sind hier auf der Jagd nach Nahrung

Wichtig ist, dass die verschiedenen Blumen, Stauden und Kräuter von Frühling bis Herbst abwechselnd blühen und somit durchgehend Nahrung bieten.

Laub- und Obstbäume

Vögel und Insekten nutzen Baumkronen, Äste und Baumhöhlen als Nist- und Jagdplatz, sowie als Überwinterungsort und Versteck. Wenn Du zu wenig Platz für Bäume hast kannst Du Nistkästen anbringen. Vor allem im Stadtgebiet auf Balkonen werden diese gut und gerne angenommen.

Stein-, Holz- und Laubhaufen

Sogenanntes „totes“ Material ist ein wahres Paradies für Nützlinge. Etwas abseits gelegen tummeln sich dort bald Spinnen, Ohrwürmer, verschiedene Käfer, Igel und Spitzmäuse und lassen Schädlinge erst gar nicht die Übermacht gewinnen. Hast Du keinen Garten, aber einen Balkon oder eine Terrasse kannst Du Nützlingshäuser zur Verfügung stellen.

Trockensteinmauer

Eine Trockensteinmauer lockt Nützlinge wie Eidechsen, Ohrwürmer, Käfer und Vögel in Deinen Garten. Wichtig bei der Errichtung einer Natursteinmauer ist auf Mörtel zu verzichten, denn die Ritzen und Fugen dienen als Unterkunft, Brutplatz und Versteck für viele Insekten und Kriechtiere.

Gartenteich

Ein kleiner Gartenteich ist ein toller Anziehungspunkt für Frösche, Molche, Kröten und Libellen, aber auch Vögel freuen sich über ein erfrischendes Bad. Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und anderen Insekten dient die Bepflanzung am Teichrand als Nahrungsquelle.

Die Bedürfnisse der Nützlinge sind nicht sonderlich groß, obwohl sie sehr viel leisten. Sie regulieren den Schädlingsbestand und verbessern somit auch Deinen Ernteertrag.

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