Die „Energiewende“ – der Wechsel von traditionellen Energieformen wie Kohle und Öl oder von riskanten Energieformen wie Atomkraft hin zu erneuerbaren Energien, der geht langsam. Für viele zu langsam!

Große Initiativen wie die BürgerInnen-Solarkraftwerke der Stadt Wien sind ein Schritt in die richtige Richtung. Und in diesem Fall sogar sehr schnell unterwegs. In den meisten Städten und Regionen geht es aber sehr viel langsamer voran mit der Energiewende. Insgesamt steigt der Anteil der privat produzierten Energie gegenüber dem Anteil großer Kraftwerke stetig an.

Und so nehmen einige engagierte Menschen die Sache einfach selbst in die Hand. Beispiel Deutschland, wo ein Netzwerk namens „buzzn“ überschüssigen Strom von A direkt an B leitet. Den Aufwand von gesetzlich festgelegten Abrechnungen und Verträgen mit großen Energienetzen ersparen sich diese lokalen Initiativen.

Der Verkauf von überschüssigem Strom ist für den „kleinen“ Anbieter sogar gewinnbringend: statt Einspeisetarife vom Stromversorger verrechnen zu lassen, verkauft mancher kleiner Betreiber von Blockheizkraftwerken und Solaranlagen seinen Überschuss über private Netzwerke an Nachbarn in der Region. Alles, was vom großen Netzbetreiber dafür benötigt wird, ist die Infrastruktur der Netzleitungen.

Solche privaten Initiativen sorgen dafür, dass Strom aus der Region in der Region verwendet wird – das macht sicher, woher der Strom kommt, und es entlastet dabei noch die Leitungsnetze.

Wenn sich Beispiele wie buzzn durchsetzen, kommt die von „oben“ viel beschworene, aber nur langsam umgesetzte „Energiewende“ ganz einfach von „unten“ – von den Bürgern.

Bild: Shutterstock/Elena Elisseeva

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