In der Wärmedämmung von Gebäuden haben bisher Materialien auf der Basis petrochemischer Kunststoffe dominiert. Diese sind effektiv und dabei einfach und günstig zu produzieren. Da sie jedoch nicht umweltfreundlich sind,…

In der Wärmedämmung von Gebäuden haben bisher Materialien auf der Basis petrochemischer Kunststoffe dominiert. Diese sind effektiv und dabei einfach und günstig zu produzieren. Da sie jedoch nicht umweltfreundlich sind, sollen in Zukunft Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen die erdölbasierten Stoffe ersetzen.

So gibt es beispielsweise bereits Dämmstoffe aus Holz wie z. B. Holzfaser-Vlies oder Holzwolle. Diese sind nun klimafreundlich, aber im Vergleich zu Dämmstoffen aus Kunststoff weniger formstabil und dadurch auf Dauer weniger effektiv.

Holzschaum – nachhaltig und effektiv

Nun haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Holzforschung WKI in Braunschweig ein Verfahren zur Herstellung eines neuen holzbasierten Dämm-Materials entwickelt: den Holzschaum. Dieser ließe sich genauso einsetzen wie herkömmliche Kunststoffschäume.

Für die Herstellung wird Holz zu einer schleimigen Masse zermahlen, in die anschließend Gas zum Aufschäumen eingeleitet wird. Holzeigene Stoffe unterstützen im Anschluss den Härtungsprozess. Daneben gibt es noch ein alternatives Produktionsverfahren auf der Basis chemischer Prozesse. Der erhaltene Grundwerkstoff kann zu Hartschaumplatten oder elastischen Schaumstoffmatten weiterverarbeitet werden.

Vielseitiger Grundstoff für Dämm- und Verpackungsmaterialien

Die Forscher des Faunhofer-Instituts testen derzeit noch aus, welche Holzarten sich besonders gut als Ausgangsstoff eignen. Zudem müssen Prozesse zur Fertigung im industriellen Maßstab optimiert werden. Über die Dämmung hinaus ließen sich mit dem Holzschaum weitere petrochemische Stoffe wie beispielsweise Styropor zur Verpackung ersetzen.

Siehe auch: http://www.fraunhofer.de/de/presse/presseinformationen/2014/Maerz/effektive-waermedaemmung.html

Bild: Diese Holzschaumplatte ist ein hundertprozentiges Naturprodukt aus nachwachsenden Rohstoffen.

© Manuela Lingnau/ Fraunhofer WKI

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