Messer Guide
Messer Guide
Messer sind das wichtigste Küchengerät und daher sollten wir ihnen etwas mehr Aufmerksamkeit schenken!

Was ist euer wichtigstes Küchenwerkzeug? Die häufigste Antwort darauf ist das Messer. Messer unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht voneinander und sind für unterschiedliche Einsätze konzipiert. Bei richtigem Gebrauch und entsprechender Aufbewahrung sind Küchenmesser sehr langlebig. Mit diesem Messerguide habt ihr noch mehr von euren Küchenhelfern.

Ein Messer für jeden Zweck

Wie viele verschiedene Küchenmesser habt ihr denn daheim? Wir haben tatsächlich einige unterschiedliche, verwenden aber im Grunde für alle möglichen Tätigkeiten das gleiche Messer. Erst ein Vergleich mit einem passenden Messer für genau diese Tätigkeit zeigt, wie leicht es gehen kann. 

Grob könnt ihr zwischen folgenden Messertypen unterscheiden: Allzweckmesser, Filetiermesser, Tranchiermesser, Hackbeil / Gemüsemesser, Brotmesser, Schälmesser, Santokumesser, Fleischermesser / Zerlegemesser, Ausbeinmesser, Asiatisches Hackmesser und einige mehr. Die Hersteller stecken viel Erfahrung und Entwicklung in die Entwicklung. Länge, Form und Klinge sind besonders gut aufeinander abgestimmt.

Messer Basisaustattung

Es macht also durchaus Sinn sich zu überlegen welche Tätigkeiten ihr besonders häufig in der Küche ausführt und welche verschiedenen Messer ihr somit gebrauchen könnt. Als Basisausstattung empfehle ich ein Schälmesser (ca. 9cm), ein Allzweckmesser (ca. 15cm), ein Kochmesser (ca. 20cm) und ein Brotmesser.

Als Allzweckmesser eignet sich notfalls auch das Kochmesser. Es hat eine sehr lange und breite, abgerundete Klinge mit glatter Schneide. Das ermöglicht die beim Schneiden von Fisch, Fleisch, Gemüse und Kräutern typische Wiegebewegung. Mit dem starken Klingenrücken könnt ihr außerdem leicht Nüsse knacken.

Qual der Wahl beim Material

Beim Kauf von Küchenmessern stellt sich als erstes die Frage des Materials. Am gängigsten sind robuste Stahlmesser mit verschiedenen Härtegraden. Harte Messer bleiben besonders lange scharf. Die Klingen weicherer Exemplare sind flexibler, müssen dafür öfter nachgeschärft werden. 

Bei Keramikmessern bleibt die Schärfe deutlich länger erhalten. Dafür sind sie empfindlicher und brechen auch leichter ab.

Die robustesten Messer bestehen aus Damast. Sie werden aus mehreren Schichten unterschiedlicher Stahlsorten geschmiedet und vereinen Schärfe, Stabilität und Flexibilität.

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Photo von Kevin Doran auf Unsplash

Wie reinigt man Messer am besten?

Viele Küchenmesser sind als “spülmaschinenfest” ausgewiesen. Solltet ihr sie als wirklich in die Spülmaschine geben? Die Antwort ist nein. Messer reinigt ihr am besten immer von Hand, denn aggressive Reinigungsmittel und anderes Besteck können die Schneidfähigkeit beeinträchtigen. Auch die in vielen Lebensmitteln enthaltene Säure setzt ihnen zu.

Idealerweise reinigt ihr eure Küchenmesser direkt nach dem Gebrauch mit lauwarmem Wasser, einem milden Spülmittel und einem kratzfesten Schwamm.

Wo bewahrt man Messer auf?

Habt ihr eure Küchenmesser in der Bestecklade liegen? Dort haben hochwertige Messer nichts verloren! Am besten aufgehoben sind scharfe Küchenmesser in Messerblöcken mit waagrechten Schlitzen oder alternativ auf Magnetschienen. So bleiben die Klingen intakt und noch dazu sind sie immer griffbereit.

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Photo von Nathan Dumlao auf Unsplash

Wann sollten Messer geschärft werden?

Mit der Zeit verliert selbst die beste Klinge an Schärfe. Ein scharfes Messer ist allerdings praktisch, da beim Schneiden weniger Druck ausgeübt werden muss. Es ist auch sicherer, da es weniger leicht abrutscht. 

Bei häufiger Verwendung ist regelmäßiges Nachschärfen ratsam. Ungefähr einmal pro Woche ist dabei die Faustregel. Ihr könnt auch den Tomatentest machen: versucht eine Tomate in dünne Scheiben zu schneiden. Gelingt das mühelos ist die Klinge noch scharf, ansonsten heißt es nachschärfen. Und womit? Es gibt im Handel eine Vielzahl praktischer Messerschärfer für daheim, klein, groß, klassisch, stylish, da ist für jeden etwas dabei.

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Photo von Manki Kim auf Unsplash

Noch mehr Messertipps

Wie eingangs schon erwähnt sind Messer das wichtigste Küchenwerkzeug. Ich habe daher noch ein paar mehr Tipps rund um die Allrounder mitgebracht.

Das passende Schneidbrett

Nicht nur beim Messer selbst habt ihr die Qual der Wahl, auch Schneidebretter gibt es aus den unterschiedlichsten Materialien. Auf Brettern aus Holz und Kunststoff schont ihr eure Messer am meisten. Harte Materialien, wie Marmor, Edelstahl oder Glas, verlangen euren Messern wesentlich mehr ab und lassen diese schneller stumpf werden.

Auch ein schöner Rücken…

Um Geschnittenes vom Brett in den Topf zu schieben solltet ihr ausschließlich den Messerrücken verwenden. Nehmt ihr die Klinge, riskiert ihr ein Abstumpfen und müsst schneller nachschärfen.

Immer abtrocknen

Indem ihr eure Messer direkt nach dem Abwaschen gründlich abtrocknet vermeidet ihr unschöne Kalk- und Wasserflecken. Doch auch abseits der Optik macht das Abtrocknen Sinn, denn auch der Bildung von Rost beugt ihr damit vor.

Ich geh dann mal meine Messer schärfen, das mache ich nämlich anscheinend viel zu selten. 

Quellen:
Aufgetischt.net, 26. Oktober 2020, Romana, “Ultimativer Messer Guide – Kaufberatung für den BBQ Bereich

Frisch gekocht Magazin, “Für einen guten Schnitt”
Springlane, Marcus Lehmann, “Küchenmesser – das musst du wissen