Ein europäisches Vorzeigebeispiel für die Energiewende

Portugal hat im Jänner 2026 einen bemerkenswerten Meilenstein erreicht: 80,7% des erzeugten Stroms stammten aus erneuerbaren Energiequellen. Damit führt das Land die EU-Rangliste an und zeigt, wie ambitionierte Klimaziele in die Realität umgesetzt werden können.

Wind und Wasser als Haupttreiber

Laut dem portugiesischen Verband für Erneuerbare Energien (APREN) wurde die Stromproduktion im Jänner vor allem von Wasserkraft und Windenergie getragen. Beide Technologien profitierten von außergewöhnlich günstigen Wetterbedingungen. Starke Niederschläge und kräftige Winde sorgten für hohe Erträge.

Netzstabilität trotz Extrembedingungen

Bemerkenswert ist, dass das portugiesische Stromnetz trotz Stürmen und Rekordnachfrage stabil blieb. Der Netzbetreiber REN bestätigte, dass die hohe Einspeisung aus erneuerbaren Quellen keine Instabilitäten verursachte. 

Spürbare Entlastung bei den Energiekosten

Der hohe Anteil erneuerbarer Energien führte zu einem deutlichen Rückgang der Großhandelspreise: Rund 703 Millionen Euro konnten im Vergleich zur Stromproduktion mit Gaskraftwerken, allein im Jänner eingespart werden. Ein direkter Vorteil für Haushalte und Unternehmen.

Was bedeutet das für Europas Energiewende?

Portugal zeigt, dass ambitionierte Ziele erreichbar sind. Bereits 2025 hatte das Land angekündigt, die 80%-Marke früher als geplant zu erreichen.

Mit dem Rekordmonat Jänner 2026 rückt Portugal nun in die Spitzengruppe Europas und demonstriert, dass:

  • Erneuerbare Energien Versorgungssicherheit bieten können, selbst bei hoher Nachfrage.
  • Investitionen in Netzinfrastruktur entscheidend sind, um Schwankungen auszugleichen.
  • Klimaziele und wirtschaftliche Vorteile Hand in Hand gehen können.

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