Immerhin macht der Mensch Feuer seit mehreren tausend Jahren, möchte man denken.

Seitdem fossile Rohstoffe, und damit fossile Brennstoffe, knapper und teurer werden, erfreuen sich Biomasse- Heizsysteme wieder steigender Beliebtheit. Bei automatisch beschickten Heizkesseln wird Brennstoff- und Luftzufuhr auch automatisch und optimiert geregelt. Kamin- und Kachelöfen hingegen werden zumeist händisch mit Stückholz beheizt. Und dabei kann einiges falsch gemacht werden! Moderne Biomasse-Heizkessel, die besonders hohe Anforderungen bezüglich Wirkungsgrad, Emissionen und Verarbeitungsqualität erfüllen, sind mit entsprechenden Gütesiegeln wie dem Österreichischen Umweltzeichen ausgezeichnet. Eine Auswahl ist z.B. zu finden unter Topprodukte.at. Zertifizierte Biomasse-Installateure (zu finden unter Biowaermepartner.at)  ermitteln die maximale Heizlast, um den Heizkessel richtig dimensionieren zu können. Auch das ist für eine effiziente und Schadstoff-minimierte Verbrennung wichtig – dafür muss aber auch richtig eingeheizt werden! Und so funktioniert das korrekte Einheizen und Nachlegen:

  • alte Asche zuerst entfernen (bei gutem Abbrand entsteht wenig Asche)
  • die Holzstücke mit einem Abstand von ca. 1 bis 3 cm längs und quer aufschichten
  • dünnere Holzscheite und Holzspäne darüber schichten
  • alle Lüftungsöffnungen (primär – unterer Schieber und sekundär – oberer Schieber) offen halten
  • Anzündhilfe (z.B. in Wachs getränkte Holzwolle-Stücke) darauflegen und oben anzünden
  • nach 10 bis 15 Minuten die primäre Luftzufuhr schließen
  • Nachlegen: beide Luftzufuhr-Regler öffnen, die Grundglut gleichmäßig verteilen und die nächste Lage Scheitholz vollflächig auflegen
  • nach 10 Minuten den Primärregler (unterer Schieber) wieder schließen

Wichtig ist auch die Wahl des richtigen Brennstoffs:

  • trockenes Holz mit einem Feuchtigkeitsgehalt von max. 20 %: Wenn Sie zwei Holzscheite aneinander klopfen klingt trockenes Holz hell und „hölzern“, feuchtes Holz hingegen dumpf.
  • Pellets und Holzbriketts, die nach der Produktnorm EN 14961 oder ebenfalls mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert sind
  • NICHT geeignet sind Holzreste und behandeltes Holz, Spanplatten, Einwegkisten, Karton und Altpapier!

Wer diese Punkte beachtet, kann sich guten Gewissens an einem behaglichen Feuer freuen, das besonders effizient und umweltschonend wärmt. Beratung gibt’s wie gewohnt in der Wien Energie-Welt Spittelau, Spittelauer Lände 45, 1090 Wien
Tel.: 01/58 200
E-Mail: energieberatung@wienenergie.at
www.wienenergie.at

Fotocredit Titelbild: © Shutterstock/gualtiero boffi

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