In Zukunft werden unterschiedliche Verkehrsteilnehmer via Sensoren und Signalen miteinander kommunizieren müssen.

Erst kürzlich kam es wieder zu einem tragischen Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang, als ein selbstfahrendes Auto eine Radfahrerin anfuhr. Die Industrie macht sich schon länger Gedanken und arbeitet an unterschiedlichen System, um solche Unfälle in Zukunft zu vermeiden. Beim Future Networked Car Symposium das Anfang März 2018 in Genf in der Schweiz stattfand, trafen sich Vertreter aus der Autoindustrie, der Informations-  und Kommunikationsbranche und Regierungsvertreter, um die Zukunft des autonomen Fahrens und der Vehicle-to-Vehicle Kommunikation zu diskutieren.

Bei diesem Symposium sprach auch Manuel Marsilio, der Geschäftsführer von CONEBI, Confederation of the European Bicycle Industrie, davon, dass in Hinkunft Fahrräder mit anderen Fahrzeugen kommunizieren können müssen. Ziel ist es, Radfahrer dazu zu bringen, Sensoren oder Erkennungssignale zu verwenden, dafür kommen sowohl passive Transponder als auch Signale vom Smartphone in Frage. Momentan sind Radfahrer, und auch Fußgänger, für autonome Fahrzeuge schwer zu erkennen. Bei eingangs erwähnten Unfall, bei dem eine Radfahrerin ums Leben kam, erkannte das LiDAR-System des Fahrzeuges diese nicht, als sie die Straße überquerte und es wurde deshalb kein Bremsvorgang eingeleitet. Dies geschah, obwohl des Fahrzeug eigentlich genügend Zeit gehabt hätte die Radfahrerin als solche zu erkennen und zu bremsen.

Mit sogenannter Bicycle-to-Vehicle Technologie sollen solche Unfälle in Zukunft vermieden werden. B2V ist eine Ergänzung zur Cellular Vehicle-to-Everything-Technologie, kurz C-V2X. Fahrzeuge die damit ausgerüstet sind können mit anderen Fahrzeugen, Fußgängern, Radfahren aber auch mit Verkehrsinfrastruktur, wie etwa Ampeln oder Verkehrszeichen, kommunizieren. Verfügt ein Fahrrad beziehungsweise dessen Fahrer über ein B2V-fähiges Gerät, schickt dieses ein direktes Signal an sich nähernde Fahrzeuge. Die Technologie ist aber leider noch weit davon entfernt alle Probleme zu lösen, schlicht und einfach weil erst einmal alle Fahrräder respektive Radfahrer über ein entsprechendes Signal verfügen müssten. Auch Fußgänger müssten einen solchen Sender tragen, denn die „intelligenten“ autonomen Autos sind im Grunde genommen noch ein Stück davon entfernt wirklich intelligent zu sein.

Mehr zu Mobilität

In dieser Kategorie sammeln sich Innovationen rund um den Einsatz von Solarenergie, Windkraft und Elektromobilität sowie Beiträge zur Förderung der Sicherheit im Straßenverkehr. Mit folgenden Links gelangst du der Reihe nach zu mehr Artikel in diesem Themenbereich für Einsteiger bis zu Profis.

Bild: Unsplash, Adrian Williams

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*