Fotocredit: Pixabay/pezibaer
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In Verpackungen, Kosmetika und sogar in Lebensmitteln direkt – Aluminium kann sich in ihnen allen verstecken. Das Leichtmetall steht im Verdacht Organe zu schädigen und das Risiko an Demenz zu erkranken zu erhöhen.

Gänzlich kommen wir um die Aufnahme von Aluminium leider wirklich nicht herum. Die tolerierte Höchstmenge für das Leichtmetall setzt die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit bei einem Milligramm pro Kilo Körpergewicht pro Woche fest. Sprich ein 60kg schwerer Mensch sollte wöchentlich nicht mehr als 60 mg Aluminium zu sich nehmen. 

WIE KOMMT ALUMINIUM IN UNSEREN ORGANISMUS ?

Es ist das dritthäufigste Element in der Erdkruste und findet so auf natürliche Weise Zugang zu unserem Körper. Sei es über das Trinkwasser, über Pflanzen, die es selbst aus dem Boden aufgenommen haben oder belastete Tierfutter. 

Doch ebenso kann es über Haut und Haare, durch die Atemluft aufgenommen werden. Doch größer als aus der Natur direkt ist die Aufnahme durch Produkte, die durch Menschenhand entstanden sind. Nicht nur in Nahrungsmitteln, auch in der Kosmetikindustrie wird das Leichtmetall eingesetzt – beispielsweise in Sonnencreme. Auch in Haushaltsgeräten, Kochgeschirr, Medikamenten, sogar in Impfstoffen ist das Metall enthalten. 

Bei gesunden Menschen kann sich die Aufnahme genauso rasch negativ auswirken, wie bei bereits angeschlagenen Organismen. Es reichert sich in Knochen, Muskulatur, im Gehirn, in den Nieren und der Leber an; führt zu ständiger Müdigkeit, starken Kopfschmerzen, Hauterkrankungen und Atemwegsproblemen. 

Fotocredit: Pixabay/272447
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DAS MACHT ALUMINIUM MIT UNSERER UMWELT 

Doch nicht nur unser Organismus, auch unserer Umwelt leidet unter dem Metall. Die Herstellung von Aluminium belastet die Umwelt sehr schwer und braucht unheimlich viel Energie. 
Für die Herstellung von einer Tonne Alu werden 15 Megawattstunden Strom benötigt. Um sich das besser vorstellen zu können: so viel verbraucht ein 2-Personen Haushalt im Durchschnitt – in 5 Jahren! 

Gewonnen wird das Leichtmetall aus dem Erz Bauxit. In Jamaika, Guinea, Indien, Australien und Brasilien werden für den Abbau riesige Flächen Regenwald gerodet, gigantische Staudämme werden errichtet, um den Energiebedarf decken zu können. Oftmals auf fruchtbaren Land oder in (vormals) besiedelten Gegenden. 

Nicht nur der Abbau, auch die Verarbeitung des Bauxit schadet unserer Natur enorm. Pro Tonne hergestelltem Aluminium entstehen etwa 6-7 Tonnen giftiger Rotschlamm. Dieser enthält toxische Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber. 

Fotocredit: Pixabay/brandcooking
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ABER ALUMINIUM KANN MAN DOCH SO TOLL RECYCELN! 

Es ist zwar richtig, dass wenn (!) man Aluminium extra entsorgt, es in einen Recycling Kreislauf kommt. Der Recycling Prozess ist allerdings auch wieder mit sehr Aufwand und Energie verbunden. Zudem kommt, dass kein Teil vollständig recycelt und zu einem neuen entstehen kann. Es muss immer auch ein Anteil an „frischem“ Aluminium beigemengt werden. So wird der Herstellungsprozess jedes Mal von Neuem gestartet und damit nicht weniger schädlich. 

WIE DU ALUMINIUM AUS DEINEM ALLTAG AUSKLAMMERN KANNST 

MEDIKAMENTE enthalten oft auch Leichtmetalle. Allen voran sogenannte Antiazida, die bei Sodbrennen oder Reflux Erkrankungen eingenommen werden. Hier enthält bereits eine Tablette mehr Alu, als man seinem Körper pro Woche zumuten sollte. 
Auch verschiedene Durchfall Medikamente oder Lipidsenker enthalten es. Hier ist es ratsam bei seinem Arzt/seiner Ärztin nach einer Alternative zu fragen, die ohne Metall auskommt – diese gibt es. 

LEBENSMITTEL können durch das natürliche Vorkommen von Alu in der Erdkruste bereits im unverarbeiteten Zustand welches enthalten. Betroffen sind auch Nahrungsmittel wie Nüsse, Pilze oder Saaten, doch auch Gewürze und Tees sind oft und stark betroffen. 
Je höher der Kakaoanteil in Schokolade, desto höher auch der Aluminium-Anteil.

Besonders achtsam kann man hier bei Zusatzstoffen sein, der Lebensmittelfarbstoff E173 wird als silbriger Überzug für Zuckerwaren und Süßigkeiten verwendet. 

Fotocredit: Pixabay/zhuwei06191973
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KOSMETIKA, hier sind besonders Deos dafür bekannt, Aluminium zu enthalten und hier gibt es auch bereits zahlreiche Varianten, die frei davon sind. 
Aber auch Lippenstifte und Lippenpflege, Zahnpasta, Sonnencreme wollen strahlend weiß sein und dafür wird Aluminium beigemengt. 
Hier ist besondere Vorsicht geboten, wenn aluminiumhaltige Kosmetika kombiniert angewandt werden (z.B. Sonnencreme, Zahnpasta und Deodorant) – dadurch kann es schnell zu einem Überschuss kommen. 
Es lohnt sich also allemal die Zutatenlisten zu studieren. 

VERPACKUNGEN können durch den Kontakt mit stark salz- oder säurehaltigen Lebensmitteln Partikel lösen und in die Lebensmittel übertragen. Saures wie Zitrusfrüchte, Apfelstücke, Essigsaures Gemüse, Wurst oder Feta Käse gehören keinesfalls in die Leichtmetall Folie! 
Als wunderbare und sehr umweltschonende Alternative kann hier zum Bienenwachs (oder in der veganen Variante Sojawachstuch) Tuch oder Butterbrotpapier gegriffen werden. 
Es erfüllt den gleichen zweck, schadet aber deiner Gesundheit auf keinen Fall.