Second Hand Kleidung und Vintagemode sind zwei verschiedene Dinge. Ersteres ist einfach aus zweiter Hand, letzteres noch viel mehr, nicht immer hübscher, auf jeden Fall aber spezieller. Vintagekleidung sollte ausgewählter und im Idealfall älter als die Stangenware vom Moderiesen der letzten Saison sein. Wo aber treibt man sie auf, wo lässt sie sich finden? Ich möchte euch meine Shoppingstrategie verraten.

Abseits vom Einkaufszentrumsshoppingwahn muss man sich bewegen, sucht man ausgefallene Jacken, Hosen und Kleider aus vergagenen Jahrzehnten. Diese machen nicht nur jedes Outfit individuell und speziell, nein, sie schonen auch die Umwelt, da man so nicht neue Massenware ersteht. Doch wo findet man diese Schätze in einer leistbaren Preisklasse und am besten noch in einem Zeitumfang, der kein stundenlanges anstrengendes Shoppen verlangt.

Internet

Hallo Internet! Das Angebot ist grenzenlos. Aber wo fängt man an zu suchen? Auf Verkaufsplattformen wie Etsy oder DaWanda am besten, da gibt es jede Menge private Verkäufer, die ihre Schätze, hat man Glück, verkaufen wollen. Auch auf ebay gibt es das ein oder andere Mal die Möglichkeit tolle Teile zu finden. Und natürlich gibt es noch einige Flohmärkte, die sich als Onlineplattform vermarkten. Da wäre etwa shpock oder auch stuffle.it. Hier heißt es durchwühlen, es empfiehlt sich an einem verregneten Nachmittag mit einem guten Tee und dem Tablet zu stöbern. Größenangaben sind leider bei Vintagekleidung oftmals schwierig, was das Einkaufen im Internet zu einem kleinen Abenteuer macht. Ob das gekaufte Stück tatsächlich passt, sieht man erst, wenn man den zugesendeten Artikel öffnet.

Die Wühlecke in Vintageshops

Vintagekleidung wird in dem Moment aufgwertet und damit auch hochpreisiger, sobald sie in einem Shop und nicht am Flohmarkt gekauft wird. Die vie Shopwände machen sie exklusiver. Der Vorteil: Aufgehängt hat man auch einen besseren Überblick und muss sich nicht endlos durch Flohmarkttische wühlen. Trotzdem findet man auch in Vintageshops immer wieder eine Wühlecke, in der sich schöne Stücke finden, welche nicht ganz so teuer sind. Da diese Ecke oftmals nicht ganz so groß ist, behält man auch hier besser den Überblick.

Spezielle Flohmärkte

Auf einem normalen Flohmarkt ist es schon ein großes Glück gute Vintagekleidung zu erspähen. Zum Glück gibt es da aber auch Alternativen. Private Flohmärkte, als Flohmarkt titulierte Abverkäufe von Vintageläden oder spezielle Events, auf denen man nur Kleidung shoppen kann. Ich empfehle dabei immer besonders die Stände, die Kleiderstangen mitgebracht haben und auch die, welche nicht ganz so viel mit dabei haben. So ist die Chance größer, dass man etwas findet. Und nicht vergessen, wer nett fragt, kann auch über den Preis verhandeln. Um aber eine ungefähre Orientierung zu haben, mag ich persönlich immer am liebsten, die Stände, welche auch Preisschilder angebracht haben.

Auf der Tauschparty

Der Trend schlechthin, der auch noch nachhaltig ist. Kleidungsstücke, die man nicht mehr anzieht, die man nicht mehr mag oder die schlichtwegs nicht mehr passen, kann man hier loswerden und gegen neue Stücke eintauschen, die den Kleiderschrank wieder buter machen. Am besten ist hier natürlich, handelt es sich um eine Tauschparty unter Freunden, wenn man die Kleiderschränke eben dieser Freunde schon vorab ein bisschen kennt. So weiß man, was der ungefähre Stil ist und, ob man hier auch Vintagestücke vertreten sind. Das Positive: Hier finden sich mitunter Dinge, die man sonst in Shops nicht auftreiben kann, da diese Kleidungsstücke, die jemandem am Herzen liegen, nur wiederum an Freunde abgegeben werden wollen.

Im Keller

Im Keller lassen sich mitunter ebenso die ein oder anderen Schätze entdecken. Vielleicht bei den Großeltern oder bei den Eltern im Keller finden sich alte, längst vergessene Stücke, welche mittlerweile heißbegehrte Vintageteile sind und im Vintageshop teuer verkauft werden. Schon mal den alten Kleiderschrank durchforstet? Vielleicht steht ein solcher ja noch im Keller. Man sollte dies mal überprüfen.

Und nicht vergessen: Das Wichtigste ist, dass man Spaß hat beim Shoppen und Stöbern.

Über die Autorin:

Teresa Hammerl lebt in Wien und ist im Internet unter @colazionearoma zu finden. Sie ist freie Journalistin für unterschiedliche Print- und Onlinemedien. Hammerl schreibt vor allem über Mode-, Kultur- und Lifestylethemen.

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