Von 18. bis 20. November 2011 war das Wiener Austria Center Schauplatz des 27. Spielefests. Beim Spielefest werden Neuheiten unter den Gesellschafts- und Brettspielen, den Rollen- und Kartenspielen vorgestellt. Mit…

Von 18. bis 20. November 2011 war das Wiener Austria Center Schauplatz des 27. Spielefests. Beim Spielefest werden Neuheiten unter den Gesellschafts- und Brettspielen, den Rollen- und Kartenspielen vorgestellt. Mit dabei: Praktisches zum Thema Energie und Umweltbewusstes für Kinder.

Beim Spielefest stehen 1.500 Tische auf mehr als 16.000 Quadratmetern bereit, um Spielefreunden Gelegenheit zu bieten, vor dem Weihnachtseinkauf selbst zu prüfen, welche der angepriesenen Spiele halten, was sie versprechen. Schließlich sollen Spiele Spaß und Unterhaltung ebenso bieten wie den einen oder anderen Nutzen. 70.000 Spielefreunde haben heuer die Gelegenheit ergriffen und sich zum Spielen und Gustieren ins Austria Center begeben.

Spielerisch Energiebewusstsein entwickeln

Alfred Schreckenstein von der Firma Kauffert ist zuständig für den Österreich-Vertrieb der bekannten Kosmos-Experimentierkästen. Zu den seit vielen Jahren bekannten Elektronik- und Chemiebaukästen haben sich neue Bausätze gesellt: Ein Physik-Baukasten verhilft zu Grundlagenwissen über die Technik, mit dem „Geolino Elektromotor“ können schon Achtjährige ihren eigenen Elektromotor bauen und die Prinzipien von E-Mobilität und Stromgeneratoren kennenlernen.

Der Baukasten „Geolino Solarmodelle“ erlaubt den Bau von solarbetriebenen Fahrzeugen und mit dem Baukasten „Wind-Energie“ lernt man, mit zwei selbst gebauten Windkraftwerken eigenen Strom zu erzeugen und auch zu nutzen.

Energie Quiz

Auch andere Spieleverlage haben Energiebewusstes im Programm. Aus dem Verlag „Nürnberger Spielkarten“ etwa gibt es Quizspiele wie das „Energie Quiz“ für ein bis vier Spieler ab 10 Jahren. 62 Fragen und Antworten rund um nachhaltiges Wirtschaften und erneuerbare Energie vermitteln Wissen, das – hoffentlich – auch nach dem Spiel hängen bleibt.

Mit Umweltbewusstsein spielen

Umweltbewusstsein in der Spielebranche ist jedoch keineswegs ganz neu oder eine reine Modeerscheinung. Das Kinderspielzeug des deutschen Familienunternehmens Haba ist seit der Gründung der Holzwarenfabrik „Habermaaß & Co“ 1938 bekannt für die Verwendung heimischer Hölzer – in erster Linie Buchenholz – aus Wäldern, in denen nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird.

Im Klartext: Für jeden Baum, der zur Verarbeitung als Haba-Spielzeug gefällt wird, wird ein neuer Setzling gepflanzt. Das ist bei Haba Tradition, wie Michael Hopf aus der Geschäftsleitung verrät, und wird aus persönlicher Überzeugung so gehandhabt – auch schon in den 1950ern, also zu Zeiten, als es noch nicht chic und modern war, sondern ein neuer, für viele unverständlicher Weg.

Spielen schont Ressourcen

Spielefest-Organisator Ferdinand de Cassan erinnerte im Gespräch mit energieleben.at daran, dass das Spielen selbst schon eine nachhaltige Freizeitbeschäftigung darstellt. Beim Spielen mit Brett- und Kartenspielen werden schließlich keine natürlichen Ressourcen verbraucht. Dazu kommt: Ein Brettspiel muss nur einmal hergestellt werden, kann aber dann Jahre um Jahre immer wieder gespielt und sogar von der Eltern- and die Kindergeneration weitergegeben werden.

Hoffen aufs Weihnachtsgeschäft

Für die Spieleverlage ist 2011 wieder ein turbulentes Jahr. Das erste Quartal brachte ebenso wie der Sommer schwächere Umsätze, das Ostergeschäft dagegen spürbaren Zuwachs. So hofft die Spielebranche wie in jedem Jahr auf die klassisch beste Zeit: Das Weihnachtsgeschäft. In dem hoffentlich viele aus nachhaltig gewonnenem Material gefertigte und Energiebewusstsein vermittelnde Spiele die Herzen der nächsten Generation erobern.

Übrigens: Spielefest Nummer 28 wird von 16. bis 18. November 2012 im Austria
Center Vienna stattfinden.

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