9 Milliarden Menschen, 7 Milliarden von ihnen Stadtbewohner: Das ist die Welt im Jahr 2050. Die nötigen technischen Quantensprünge, um uns alle mit Energie, Transportleistungen, Nahrung und Wasser zu versorgen, verändern demnächst unsere eigenen vier Wände – nachhaltig.

Ihre Wohnung setzt an einem heißen Sommersonntagmorgen die Sonnenbrille auf und stellt fest, dass Sie ins Schwimmbad gefahren sind. Die Klimaanlage kann also bis zum späten Nachmittag ruhen, gut so. Dann blättert Ihr Heim online die Liste der heutigen Strompreise durch und freut sich: An diesem Vormittag ist der Strom wegen auf Hochtouren laufender Solarkraftwerke und geringer Nachfrage supergünstig. Also läuft die Waschmaschine an und lädt über WLAN den Geschirrspüler zum Mitspülen ein. Und weil es grad so günstig ist, laden wir drahtlos die Elektrofahrräder in der Garage.

So ist das Leben. Nicht erst im Jahr 2113, sondern demnächst. Die nötigen Geräte sind teils schon da, teils demnächst erhältlich: Fenster etwa, die das Raumklima regulieren helfen, indem sie sich bei Sonne dunkel färben und bei Kälte hoch transparent werden – ein sicht- und fühlbarer Beitrag zum Energiesparen. Unsichtbar, aber noch fleißiger arbeitet „nest“: Der klügste, freundlichste Thermostat, den man um Geld kaufen kann, kennt die Lebensgewohnheiten seiner Besitzer, berücksichtigt die aktuelle Wetterlage, kommuniziert über Smartphone und macht Energieeffizienz auf seinem Display sichtbar.

Jüngst in den USA auf den Markt gekommen, ist nest ein Vorbote der Smart-Home-Revolution:„Smart homes“ messen selbsttätig, wie viel Energie sie verbrauchen, und regulieren alle Elektrogeräte durch ein gemeinsames Interface. Ihr Gegenüber ist ein smartes Stromnetz, das den Strompreis laufend an die aktuelle Nachfrage anpasst und den Betrieb von z.B. Waschmaschinen zu Zeiten eines Stromüberangebotes mit günstigeren Tarifen belohnt. So wie Strom wird auch Wasser künftig Teil eines „smarten Versorgungsnetzes“ sein, das zum sparsamen Umgang motiviert. Technologiefirmen setzen Weltraumtechnologie ein, um Wasserrecycling-Kreisläufe auf Haushaltsformat zu bringen.

Ebenfalls nur noch wenige Entwicklungsschritte von der Marktreife entfernt ist die drahtlose Energieübertragung. Strassen, die Elektroautos laden, Büros, die Laptopakkus auftoppen, Wohnzimmer, die Staubsauger mit Strom versorgen, ohne dass man jemals ein Kabel anstecken muss, stehen vor der Tür. Und falls Sie beim Stichwort „Elektroauto“ hängen geblieben sind: Die Zukunft der Mobilität in den Megacities von morgen behandeln wir demnächst in Teil 3.

  • Stadt der Zukunft, Teil 1
  • Stromnetze von morgen
  • nest – der smarte Thermostat
  • Modellhaus für die Wohnzukunft
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