Photocredit: pixabay.com/Couleur
Photocredit: pixabay.com/Couleur
Haltbar machen kann auf viele Wege verfeinert werden.

Beim Einkochen denken wir oft nur daran, dass das Obst eben lange oder heiß genug erhitzt werden muss. Aber es gibt noch einige andere Aspekte, die wir berücksichtigen können, wenn wir die eingekochten Lebensmittel lange haltbar machen wollen.

Einige dieser Tipps habe ich bereits im Beitrag Tipps zum Einkochen ohne Zucker behandelt. Speziell das Sterilisieren und Vakuumisieren trägt wesentlich zur Haltbarkeit bei. Es gibt aber auch noch weitere Kniffe, auf die wir achten können.

Dichte Gläser verwenden

Werden Gläser zum Einkochen und und Einmachen wiederverwendet, ist es wichtig, dass wir darauf achten, dass der Verschluss auch weiterhin dicht ist. Oft können sich Schraubdeckel verbiegen oder die Dichtung sich auflösen.

Sauberkeit ist beim Einkochen ein sehr wichtiger Aspekt. - Photocredit: pixabay.com/Federlos
Sauberkeit ist beim Einkochen ein sehr wichtiger Aspekt. – Photocredit: pixabay.com/Federlos

Reifegrad der eingekochten Lebensmittel

Natürlich wollen wir Obst einkochen, das so reif wie möglich ist, da es dann meist am süßesten schmeckt. Es gibt jedoch einen oft recht schmalen Grat zwischen reif und überreif. Wenn wir überreife, also möglicherweise vergorene oder schon leicht schimmlige Stücke übersehen, und sie im Einkochtopf landen, kann es sein, dass wir mit dem Einkochen nicht alle dieser Pilze abtöten. Dadurch werden Marmelade, Kompott und Co. Möglicherweise schneller anfällig für Schimmelbildung.

Also immer gut darauf achten, was im Einkochtopf landet. Nur die besten Stücke sollen wirklich haltbar gemacht werden.

Richtiges Beschriften

Dieser Tipp ist zwar nicht direkt mit der Länge der Haltbarkeit verbunden, aber ich kann es dennoch nicht oft genug erwähnen. Wenn wir genau wissen, wann wir welche Lebensmittel eingekocht haben, können wir es mit der Zeit besser einschätzen, wie lange etwas noch haltbar ist. Dann passiert es weniger häufig, dass uns Dinge schimmeln oder sonst wie schlecht werden, weil wir die Haltbarkeitszeit übersehen haben.

Weiters kann es helfen, wenn auf der Beschriftung auch steht, ob bzw. wie viel Zucker verwendet wurde, welche Sorten wie kombiniert wurden, wie reif sie waren, und wie sie haltbar gemacht wurden. Durch diese zusätzlichen Informationen können wir über die Jahre genauer herausfinden, welche Methoden und Kombinationen wie gut zum Haltbarmachen funktionieren.

Klare Beschriftung ist bei der Lagerung sehr hilfreich. - Photocredit: pixabay.com/Justina_Pix
Klare Beschriftung ist bei der Lagerung sehr hilfreich. – Photocredit: pixabay.com/Justina_Pix

Lagerung vor und nach dem Öffnen

Auch die Lagerung ist natürlich maßgeblich für die Dauer der Haltbarkeit. Am besten lagert man eingekochtes an einem dunklen, kühlen und vorzugsweise trockenen Ort, wie etwa in einem Vorratskeller.

Fazit

Auch wenn das Einkochen und Einmachen eine niedrige Eintrittsschwelle hat was die Umsetzung angeht, merkt man doch im Tun bzw. im Ergebnis dann oft, dass einiges dahinter steckt. Um Lebensmittel wirklich auf längere Zeit – also ein halbes Jahr oder länger – haltbar zu machen, braucht es einige Kniffe und Dinge auf die man achten muss. Und eine potentiell lange Zeit, bis wir Feedback über unsere Arbeit bekommen. Also ob es schmeckt und tatsächlich haltbar geblieben ist.

Dennoch ist es für mich jedes Jahr wieder ein spannendes Experiment, das mir hilft, mich mehr damit auseinander zu setzen, wie viel Aufwand es eigentlich im Hintergrund benötigt, Lebensmittel wirklich haltbar zu machen, was wir durch das Angebot im Supermarkt gar nicht mehr mitbekommen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*