Fotocredit: Pixabay/stux
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Eine ungeheure Hitzewelle hat in Kalifornien zum größten Muschelsterben der letzten 15 Jahre geführt.

Massenweise tote Miesmuscheln an den Felsen – mit offenen, verschmorten Muschelschalen und durchgekochtem Fleisch. So etwas hat Jackie Sones, die die Meeresforschung im Bodega Bay koordiniert, noch nie gesehen. Verantwortlich für das Desaster sind die verheerend hohen Temperaturen, die der vergangene Juni mit sich gebracht hat. Betroffen dürfte ein Küstenstrich von rund 225 Kilometern entlang der kalifornischen Küste sein. Das berichtet theguardian.c

Die Sommertemperaturen von bis zu 27 Grad dürften den Muscheln bei Ebbe zum Verhängnis geworden sein. Die Tiere dürften in ihren Schalen regelrecht gegrillt worden sein, während sie sich außerhalb des Meerwassers befanden. Ein ähnliches Muschelsterben habe bereits im Jahr 2004 stattgefunden. Doch das vom vergangenen Sommer war von viel größerem Ausmaß. Darüber sind sich Forscher einig.

Muscheln bieten Lebensraum

Bestürzend sei dies deshalb, weil Miesmuscheln als Basis des Küsten-Ökosystems gelten – ähnlich wie Bäume in einem Wald. Sie bieten anderen Spezies Schutz und Lebensraum. Wenn sie absterben, haben auch zahlreiche weitere Tierarten keine Überlebenschance. Sones geht davon aus, dass dieses Ereignis schwerwiegende Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem an diesem Küstenstrich hatte.

Ähnlich drastisch sieht das Meeresbiologe Brian Helmuth von der Northeastern University. Er hat eine Robotermuschel entwickelt, mithilfe derer sich die Bedingungen nachvollziehen und messen lassen, denen lebendige Muscheln ausgesetzt sind. „Wenn wir solche Prognosearbeit leisten, dann sehen wir den Klimawandel nicht mehr als zukünftiges Phänomen. Wir fragen uns viel mehr, wie wir uns zum jetztigen Zeitpunk darauf vorbereiten“, sagt er gegenüber theguardian.com.

Quelle: www.theguardian.com: „Heatwave cooks mussels in their shells on California shore“

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