Die US-Regierung will Kunst aus den Museen holen. Sammlungen und Bestände werden digitalisiert und virtuell präsentiert.

Die Freer Gallery of Art und die Arthur M. Sackler Gallery des Smithsonian Museums in Washington DC, haben ihre Kollektionen digitalisiert. Mehr als 40.000 Kunstwerke aus der Freer/Sackler Colletion sind dadurch nun online frei zugänglich – für jeden.

10 Terabyte Kunst

Eine Initiative der US-Regierung möchte mehr Kunstwerke aus dem Besitz des Staates für alle Bürger zugänglich machen. So begann das Smithsonian 2014 mit der Digitalisierung. Über 6.000 Arbeitsstunden hat man mittlerweile investiert und die dabei produzierten Datenmengen sind natürlich enorm, mehr als 10 Terabytes umfassen die digitalisierten Kunstwerke mittlerweile. Für das Großprojekt wurden Gemälde abfotografiert, aber auch Porzellan, Gefäße und andere Kunstgegenstände. Einige Stücke sind bereits als 3D Modelle verfügbar, momentan arbeitet man daran, diesen Bestand auszubauen.

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Viele Menschen haben nun die Chance, die Freer/Sackler Collection zu sehen ohne vor Ort zu sein. Trotzdem hat das Museum nicht weniger Besucher als zuvor. Die Online-Auseinandersetzung mit den Kunstwerken weckt oder verstärkt bei vielen Menschen den Wunsch, diese auch vor Ort zu sehen.

Digitale Kunst in Europa

Natürlich gibt es auch in Europa Projekte Kunst und kulturelles Erbe zu digitalisieren und für einen großen Teil der Bevölkerung zugänglich zu machen. In der Europeana Foundation haben sich die wichtigsten europäischen Bibliotheken, Archive und Museen zusammengeschlossen. Aus Österreich nehmen an dem Projekt unter anderem das Kunsthistorische Museum, die Nationalbibliothek, das Technische Museum oder das Filmarchiv Austria teil.

Fotos: Freer | Sackler

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