Die neue Anlage im Deggenhausertal liefert über 4 MW Solarstrom für die Region und bleibt gleichzeitig voll landwirtschaftlich nutzbar.

Die solmotion project GmbH baut im Deggenhausertal (Baden‑Württemberg) eine neue Agri‑Photovoltaikanlage mit 4,15 MWp Leistung. Das Projekt wurde Anfang August offiziell gestartet und soll im ersten Quartal 2027 in Betrieb gehen.

Kombination aus Energieerzeugung und Landwirtschaft

Die Anlage ist als hoch aufgeständerte, starre Freiflächenanlage konzipiert. Die Module stehen in einer Ost‑West‑Ausrichtung mit jeweils 10° Neigung, was mehrere Vorteile bringt:

  • Flachere Erzeugungskurve über den Tag → stabilere Einspeisung und höhere Erlöse
  • Weiterhin nutzbare Weideflächen unter den Modulen
  • Schatten für Tiere und Pflanzen, besonders wertvoll in heißen Sommern

Damit erfüllt das Projekt die Kernidee von Agri‑PV: Doppelnutzung der Fläche ohne Konkurrenz zwischen Energie und Landwirtschaft.

Technische Eckdaten

  • Leistung: 4,15 MWp
  • Layout: Ost‑West, 10° Neigung
  • Aufständerung: hoch, starre Konstruktion
  • Batteriespeicher: geplant zur Optimierung von Einspeisung und Eigenverbrauch
  • Netzanschluss & Inbetriebnahme: Q1/2027
  • Projektumfang: Solmotion übernimmt Planung, Genehmigung, Baukoordination, Qualitätsprüfung und Netzanschluss aus einer Hand .

Batteriespeicher für flexible Stromnutzung

Ein zusätzlicher Speicher ist vorgesehen, um:

  • Erzeugungsspitzen zu puffern
  • Lastprofile auszugleichen
  • Eigenverbrauch oder Vermarktung zu optimieren

Das erhöht die Wirtschaftlichkeit und unterstützt die lokale Netzstabilität.

Beitrag zur regionalen Energieversorgung

Die Anlage soll einen spürbaren Beitrag zur regionalen Stromversorgung leisten und die Klimaziele der Region unterstützen. Solmotion betont die hohe Flächeneffizienz und robuste Betriebsführung über das gesamte Jahr hinweg .

Parallel realisiert das Unternehmen weitere Agri‑PV‑Projekte in der Region, darunter drei Anlagen mit insgesamt rund 15 MWp, die noch 2026 in Betrieb gehen sollen.

Bedeutung für die Energiewende

Das Deggenhausertal‑Projekt zeigt, wie Agri‑PV in der Praxis funktioniert:

  • Landwirtschaft bleibt erhalten
  • Energieerzeugung wird regional gestärkt
  • Speicherlösungen erhöhen Flexibilität
  • Netzstabilität wird unterstützt
  • Flächen werden doppelt genutzt

Für Regionen mit begrenzten Freiflächen ist dieses Modell besonders attraktiv.


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Bild: solmotion