Im Gebiet Plattischachen in Gurtnellen (Kanton Uri) sind die beiden derzeit leistungsstärksten Batteriespeicher der Schweiz offiziell in Betrieb gegangen. Die Anlagen von Axpo und Energie Uri stehen in unmittelbarer Nähe zueinander und bilden gemeinsam den grössten Batteriespeicherverbund des Landes.
Mit einer Leistung von 50 Megawatt (Axpo) und 8,4 Megawatt (Energie Uri) sollen die Speicher das Schweizer Stromnetz stabilisieren, erneuerbare Energien besser integrieren und wichtige Netzdienstleistungen für Swissgrid erbringen.
Warum zwei Speicher und warum in Gurtnellen?
Der Standort Plattischachen liegt an einer strategisch wichtigen Stromdrehscheibe im Kanton Uri. Die Nähe zu zentralen Leitungen und die gute Netzanbindung machen Gurtnellen ideal für Speicher, die Regelenergie bereitstellen und Frequenzschwankungen im 50‑Hz‑Netz ausgleichen.
Beide Speicher wurden parallel geplant und realisiert, um die Wirkung im Übertragungsnetz zu maximieren.
Technische Eckdaten der beiden Anlagen
Axpo‑Grossbatteriespeicher (50 MW)
- Leistung: 50 Megawatt
- Technologie: Lithium‑Ionen
- Einsatz: Primär- und Sekundärregelenergie
- Aufgabe: Schnelle Reaktion auf Netzschwankungen, Stabilisierung des Übertragungsnetzes
Energie‑Uri‑Grossbatteriespeicher (8,4 MW)
- Leistung: 8,4 Megawatt
- Technologie: Lithium‑Ionen
- Ergänzt den Axpo‑Speicher und erhöht die regionale Flexibilität
- Ebenfalls vollständig in den Swissgrid‑Regelenergiemarkt eingebunden
Was der Speicherverbund konkret leistet
Die beiden Grossbatterien übernehmen mehrere zentrale Aufgaben für das Schweizer Stromnetz:
- Frequenzstabilisierung: Ausgleich von Netzschwankungen innerhalb von Millisekunden
- Spitzenlastmanagement: Abfedern hoher Lasten bei starkem Verbrauch
- Integration erneuerbarer Energien: Speicherung von Solar- und Windstrom bei hoher Produktion
- Netzdienstleistungen für Swissgrid: Unterstützung des Übertragungsnetzes in kritischen Situationen
Damit wird der Speicherverbund zu einem wichtigen Baustein für die Versorgungssicherheit.
Ein Blick nach vorn: Pilotprojekt mit Signalwirkung
Axpo und Energie Uri sehen die beiden Speicher als Vorbild für weitere Anlagen, die in den kommenden Jahren entstehen sollen. Die Schweiz plant, ihre Speicherinfrastruktur deutlich auszubauen, um die Energiewende technisch abzusichern und die Netzstabilität zu erhöhen.
Ein starkes Signal für die Schweizer Energiezukunft
Mit den beiden Grossbatteriespeichern in Gurtnellen zeigt die Schweiz, wie moderne Speichertechnologie Versorgungssicherheit stärkt und erneuerbare Energien besser ins Netz integriert. Der Verbund aus 50 MW und 8,4 MW ist ein Meilenstein und ein Beispiel dafür, wie regionale Energieunternehmen und nationale Akteure gemeinsam die Energiewende voranbringen.
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Bild: Energie Uri