Adidas hat gemeinsam mit Parley for the Oceans einen Schuh auf den Markt gebracht, der zum Verkaufsschlager wurde.

Immer mehr Plastikmüll endet in den Weltmeeren, wo die Strömung das Plastik an fünf Stellen in großen Whirlpools zusammentreibt und sich riesige Müllteppiche gebildet haben. Insgesamt sind es, aktuellen Studien zufolge, etwa 5 Billionen Plastikteile, die insgesamt mehr als 250.000 Tonnen wiegen, die in den Meeren treiben. Ein Teil davon verbleibt in den fünf bekannten Müllteppichen oder sinkt dort in die Tiefe, ein anderer Teil wird täglich an unseren Küsten angeschwemmt. Das Plastik in den Meeren wird durch die Sonne fotochemisch abgebaut. Die kleinen Teile werden oft von Meeresbewohnern für Futter gehalten und verschluckt. Dies zerstört die Organe dieser Lebewesen und gefährdet so ganze Spezies. Auch in unserem Essen findet sich Mikroplastik, da wir Fisch und Meeresfrüchte verzehren.

Jeder von uns kann einen Teil dazu beitragen, dass nicht noch mehr Plastik in den Meeren landet. Kleine Gewohnheitsveränderungen können große Wirkung haben, stell dir nur einmal vor, welche Mengen Plastik eigespart werden, wenn jeder in Zukunft seine eigenen wiederverwendbaren Taschen zum Einkaufen mitnimmt anstatt Plastiksackerl zu kaufen.

Wenn ein weltweit tätiger Sport- und Lifestyleartikelhersteller wie Adidas ein Projekt startet, um seinen Teil zur Lösung des Problems beizutragen, hat auch das große Wirkung. Adidas hat sich letztes Jahr mit Parley for the Oceans zusammengeschlossen und einen ultraleichten Laufschuh auf den Markt gebracht. Das Besondere an diesem Schuh ist, dass er vollkommen aus recyceltem Plastik aus den Meeren erzeugt wird. Jedes Paar Adidas UltraBoost ist aus 11 Plastikflaschen hergestellt. Trotz des ungewöhnlichen Materials ist Adidas ein komfortabler, guter Laufschuh mit geringem Gewicht gelungen. Das spiegelt sich deutlich in den Verkaufszahlen des UltraBoost wieder. Letztes Jahr hat man eine Million Paare verkauft. Bis zum Jahr 2020 möchte Adidas alle seine Schuhe mit recyceltem Plastik herstellen.


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Bild: Adidas

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