Die Entwicklung von Biosprit und Biokunststoffen war ein Etappensieg auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem. Mais, Raps und Reis als Ausgangsstoffe bedrohen aber die Nahrungsgrundlage für Menschen in ärmeren…

Die Entwicklung von Biosprit und Biokunststoffen war ein Etappensieg auf dem Weg zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem. Mais, Raps und Reis als Ausgangsstoffe bedrohen aber die Nahrungsgrundlage für Menschen in ärmeren Regionen. Ein neuer Biokunststoff schafft Abhilfe.


Der japanische Elektronikkonzern NEC steht hinter der Entwicklung eines neuen Biokunststoffs aus ungenießbaren Pflanzenbestandteilen. In einem Umfeld, in dem für große Teile der Weltbevölkerung die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln nicht gesichtert ist, wird so ein Kritikpunkt gegen biologisch abbaubare Verpackungs- und Werkstoffe entschärft.


Das neue Material besteht großteils aus Zellulose, chemisch verbunden mit der Substanz Cardanol. Beide Stoffe werden aus Nebenprodukten der Landwirtschaft gewonnen – nicht essbaren Nebenprodukten wie Pflanzenstängeln und den Schalen von Cashew-Nüssen.


Der neue Biokunststoff mit dem Arbeitsnamen „Plastic B“ ist stabil, hitzebeständig und wasserfest genug für die Verarbeitung als Computergehäuse und in anderen elektronischen Geräten. Bei NEC arbeitet man an der Serienreife des Produkts bis 2013.

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