Botl by Benjamin Helle
Botl by Benjamin Helle
Sobald uns warm wird, schwitzen wir. Der Designer Benjamin Helle hat sich vom natürlichesten aller Kühlsysteme für seine Wasserflasche für RadsportlerInnen inspirieren lassen.

In den letzten Tagen, bei 30-35 °C, schwitzt man, sobald man nur daran denkt, sich zu bewegen. Sportler, die in dieser Hitze ihrem Lieblingshobby nachgehen, umso mehr. Wir brauchen viel Wasser, viel Flüssigkeit, um uns all das, was wir schwitzen, wieder zuzuführen. Und nur, damit uns etwas kühler wird.

Physikalisch nutzen wir den Effekt der Verdunstungswärme. Diese Wärme wird einer Flüssigkeit entzogen, wenn sie vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand wechselt: der Dunst kann abziehen, die übrig gebliebene Flüssigkeit wird kälter.

Der Industriedesigner Benjamin Helle nutzt diesen Effekt in dem Entwurf seiner Botl, einer Wasserflasche für Radsportler, geschickt aus. Man kennt das: Wenn man an einem heißen Tag kaltes Wasser in eine Flasche füllt, kondensiert Wasser an der Oberfläche, rinnt hinab und erzeugt unschöne und unerwünschte Ränder am Tisch. Helle verhindert das Abrinnen des Kondenswassers, indem er seine Botl mit einem groben Stoff überzieht, der das Wasser aufnimmt, damit dieses zeitverzögert verdunsten kann. Solange der Stoff feucht ist, wird das Wasser in der Flasche durch die auftretende Verdunstungswärme weiter gekühlt; Ohne, dass das Aufwenden externer, zusätzlicher Energie vonnöten geworden wäre. Ideal funktioniert das, wenn man am Fahrrad sitzt und die Flasche ausreichend mit Frischluft versorgt. Dann entspricht die Funktionsweise der Botl dem Prinzip eines Kühlturms.

Eine effektive und einfache Lösung ohne viel Technik, um das Wasser in der Trinkflasche beim Radfahren länger in dem Zustand zu halten, in dem man es am liebsten genießt: kalt.

Ein kurzes Video zur Botl gibt es auf Vimeo.

1 Kommentar

  1. Gab es das nicht schon in früheren Jahrhunderten wenn nicht Jatausenden schon, mit geflochtenen Schilf um die Tonkrüge ? Hä? 🙂 und mit den Ledertrinktaschen die aussen rau waren, und den selben Efeckt hatten. In den 70igern gabs auch schon mal so ne Aluflasche mit Stoff aussen. Und die günstige alternative mit der Socke über der Flasche.
    Neu wäre gewesen, wenn die Flasche mit eine Gumisylikatmischung und Silberionen bestückt, mit Nanorillen ( Lammelen, am besten noch im Wellenoptik )die sich diagonal kreuzen überzogen wäre um denn selben Efeckt zu erreichen, das wäre im gegenzug zum Stoff auch Hygienischer und leichter zu reinigen. Und Optisch kommt die sicher unregelmäsig verteilte Feuchte am Soff auch nicht gut und macht auf dauer Ränder.
    Naja, …. 🙂 😉

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