Das beschauliche Weinviertler Museumsdorf Niedersulz erzeugt künftig einen Teil des für den Museumsbetrieb benötigten Stroms selbst. Im Sommer wurde die neue Carport-Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von 520 Kilowattpeak in Betrieb genommen.
Die Photovoltaikmodule wurden über den bereits bestehenden, großzügigen Parkplatzflächen errichtet. Dadurch sind rund 200 der Parkplätze für Besucherinnen und Besucher sowie die Stellplätze der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig vor Sonne und Regen geschützt und die Flächen bleiben weiterhin unversiegelt.

Nachhaltigkeit in Niedersulz
Mit der modernen Anlage verfolgt das Museumsdorf das Ziel, den eigenen Energiebedarf zunehmend selbst zu decken und den Betrieb möglichst energieautark auszurichten. Bereits im Vorjahr wurde am Bauhof des Museumsdorfs eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von knapp 100 Kilowattpeak installiert. Die Anlagen sind allesamt Teil des Nachhaltigkeitskonzepts des Museumsdorfs. Neben der Verbesserung der Parksituation soll vor allem Sonnenstrom für den laufenden Betrieb erzeugt werden. Über eine Bürgerenergiegemeinschaft könnte der produzierte Strom künftig auch anderen großen Kulturbetrieben in Niederösterreich zur Verfügung gestellt werden.
Auch für die Besucherinnen und Besucher wird das Angebot erweitert. Insgesamt 14 Ladepunkte für Elektrofahrzeuge sollen in den kommenden Wochen vor Ort in Betrieb genommen werden. Unverändert bleibt allerdings die Empfehlung, mit öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen. Während der Saison halten die Linienbusse 505 und 565 direkt vor dem Weinviertler Museumsdorf Niedersulz.

Das Museumsdorf ist Träger des Österreichischen Umweltzeichens und positioniert sich als zeitgemäßer Kulturbetrieb, der auf eine langfristig nachhaltige Entwicklung setzt.
Die Bauarbeiten wurden vom regionalen Energieinfrastrukturunternehmen Electrify aus Wolkersdorf umgesetzt und unterstützt wurde das Projekt aus Fördermitteln des Landes Niederösterreich (Aktion „PV-Überdachung von Parkplätzen in NÖ“) sowie durch das Förderprogramm „Klimafitte Kulturbetriebe“ des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport in Kooperation mit dem Klima- und Energiefonds. Die Finanzierung erfolgte zudem teilweise aus Mitteln der Europäischen Union (NextGenerationEU).
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Bild: Museumsdorf.at