Im Frühsommer 2026 hat der Montagesystemhersteller LORENZ mit LORENZ aero terra ein neuartiges Freilandsystem für Photovoltaik-Freiflächenanlagen auf den Markt gebracht, das vollständig ohne Rammen, Bohren oder Betonieren auskommt. Stattdessen wird die Unterkonstruktion allein durch handelsübliche Gehwegplatten beschwert, die hochkant auf die Füße gestellt und mit speziellen Steinhaltern fixiert werden.
Getestet und zertifiziert
Das System wurde in harten Windkanaltests erfolgreich zertifiziert und ist im hauseigenen Planungstool LORENZ Solar.Pro.Tool auslegbar. Die Software generiert auf Basis der lokalen Windlasten und der Geometrie der Fläche einen detaillierten Ballastierungsplan sowie einen verlässlichen Standsicherheitsnachweis. Die Füße sind darüber hinaus flexibel höhenverstellbar, sodass Unebenheiten im Gelände von bis zu 13 Zentimetern ausgeglichen werden können. Der Abstand zwischen Boden und der Unterkante der Modulträger beträgt 52 Zentimeter, was nach Herstellerangaben für die unbehinderte Durchfahrt der meisten handelsübliche Mähroboter ausreichend ist.

Weil kein Eingriff in den Boden erfolgt, bleibt die Fläche dauerhaft unverändert und kann nach Rückbau der Anlage ohne Einschränkungen anderwärtig weitergenutzt werden. Das ist besonders bei Pachtflächen, ehemaligen Deponien, kontaminierten Standorten oder zeitlich befristeten Projekten ein entscheidender Vorteil. Durch die niedrige Bauhöhe von nur 80 Zentimetern vom Boden bis zur Moduloberkante fällt das System zudem optisch sehr flach aus und kann in vielen Fällen genehmigungsrechtlich günstiger behandelt werden als konventionelle Freiflächenanlagen. In der Praxis können dadurch aufwändige Bodengutachten, Proberammungen oder sogar eine Baugenehmigung entfallen.
LORENZ aero terra ist modular aufgebaut und eignet sich sowohl für größere Solarparks wie auch für kleinere oder fragmentierte Freiflächen, wie sie etwa im urbanen oder kommunalen Umfeld typischerweise vorkommen. Für Betreiber und Projektierer bietet das innovative System vor allem mehr Freiheit bei optimaler Flächennutzung, ohne dabei auf technische Sicherheit oder Wirtschaftlichkeit verzichten zu müssen.
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Bild: Lorenz