Wir stellen euch die drei Forscher vor, die gemeinsam für die Entwicklung des Lithium-Ionen-Akkus verantwortlich sind und dafür den Nobelpreis bekommen haben.

Am 10. Dezember, dem Todestag von Alfred Nobel, wird der Nobelpreis in verschiedenen Kategorien verliehen. Den Chemie-Nobelpreis teilen sich heuer drei Herren, deren Forschungs- und Entwicklungsarbeit es zu verdanken ist, dass wir heute leichte, sichere, effiziente Lithium-Ionen-Akkus haben. Diese Art von Akkus ermöglicht den Betrieb unserer Smartphones, Tablets und Laptops genauso wie er in Elektroautos verbaut wird und zur Speicherung großer Mengen erneuerbarer Energien, zum Beispiel von Tesla in Australien, eingesetzt wird.

Das Preisgeld von 833.000 Euro (9 Mio. schwedischen Kronen) teilen sich der US-Amerikaner John Goodenough von der University of Texas in Austin, der Brite Stanley Whittingham von der Binghamton State University of New York und den Japaner Akira Yoshino von der Meijo University in Nagoya. Alle drei haben ihren Teil dazu beigetragen, dass wir heute funktionsfähige Lithium-Ionen Akkus haben. Den Anfang machte Stanley Whittingham, der in den frühen Siebzigerjahren die erste Lithiumbatterie für die Firma Exxon entwickelte. Dabei machte er sich die hohe Reaktivität von Lithium zu nutze. John Goodenough entwickelte die Batterie weiter und präsentiere 1980 eine doppelt so leistungsfähige Variante. Fünf Jahre danach wurde die Batterie marktreif, da Akira Yoshino das reine Lithium gegen Lithium-Ionen austauschte. Dank Yoshinos Weiterentwicklung wurde die Batterie über viel Ladevorgänge hinweg stabil.

Wir wollen euch die drei Nobelpreisträger nun etwas näher vorstellen. Der älteste der drei, gleichzeitig der bisher älteste Nobelpreisträger überhaupt, ist John Goodenough. Er wurde 1922 im deutschen Jena geboren. Er hat einen Bachelor in Mathematik von der Yale University, ein Master in Physik von der University of Chicago, wo er 1952 auch zum Doktor der Physik promovierte. Nach seiner Promotion arbeitete er sowohl in der Wirtschaft als auch an verschiedenen Universitäten in den USA und Großbritannien.

Stanley Whittingham wurde 1941 in Nottingham, England geboren. Sein Studium der Chemie absolvierte er, vom Bachelor über den Master bis hin zum Doktorat, an der University of Oxford. Danach ging er in die USA, wo er vier Jahre lang Postdoctoral Fellow an der Stanford University war, bevor er zu Exxon wechselte, wo er die erste Lithium-Batterie entwickelte. Nach dem Exxon kein Geld mehr in Energieforschung steckt, blieb Whittingham noch bis Ende der 1980er Jahre in der Wirtschaft, bevor er eine Professur an der Binghamton University annahm.

Der jüngste der drei heurigen Preisträger ist Akira Yoshino, der 1948 in Suite in der japanischen Präfektur Osaka geboren wurde. Yoshino schloss 1972 an der Universität von Kyoto sein Masterstudium der Ingenieurswissenschaften ab. Seinen Doktoringenieur machte er allerdings erst 2005 an der Universität Osaka. Bereits nach seinem Masterabschluss begann er bei Asahi Kasei zu arbeiten, wo er heute General Manager des Yoshino-Labors und Präsident des Lithium Ion Battery Technology and Evaluation Center (LIBTEC) ist. Seit 2017 hat er außerdem eine Professur an der Meijō-Universität in Tempaku-ku, Nagoya.

Wir gratulieren allen drei Nobelpreisträgern, deren Erfindungen unsere Gesellschaft dramatisch verändert hat, wie es das Nobel-Komitee formulierte.


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