Google hat mehrere Archive von Satellitenbildern, unter anderem des Landsat-Programms, online zur Verfügung gestellt und damit eine Möglichkeit geschaffen, die Veränderungen der Welt über die Zeit hinweg zu betrachten.

Wie schnell wird am Amazonas Regenwald zu Ackerland? Wie hat sich Las Vegas in den letzten 10 Jahren in der Wüste ausgebreitet; und was meint Lake Mead dazu, der Stausee des legendären Hoover Dams? Die rasende Austrocknung des Aral Sees?

Seit Jahrzehnten kreisen Satelliten um den Globus, um die Oberfläche der Erde zu fotografieren, um den aktuellen Stand der Dinge im Bild festzuhalten. Das Landsat-Programm, das am 23. Juli 1972 gestartet wurde und vor kurzem seinen 40. Geburtstag gefeiert hat, ist Quelle von Millionen Bildern, die den Wandel der Welt aufzeichnen. Google hat mit seiner Google Earth Engine eine Möglichkeit geschaffen, auf diese Datensätze interaktiv zugreifen zu können.

Googles Ziel mit diesem Angebot ist es, ein Werkzeug zur Verfügung zu stellen für Wissenschaftler, unabhängige Forscher und Nationen, um die vorhandenen Daten ideal auswerten zu können, die Veränderungen, Trends und Unterschiede in der Erdoberfläche anzeigen. An Anwendungen werden spezifisch genannt: das Entdecken von Rodungen, die Klassifizierung von Landoberflächen wie Straßen, Bebauungen oder landwirtschaftlich genutzte Flächen, die Errechnung der Biomasse von Kohlenstoffsenken sowie die Kartografierung nicht durch Straßen erschlossener Flächen.

Die Nutzung der interaktiven Oberfläche ist etwas für Spezialisten oder Tüftler. Einfacher und genauso interessant ist es, die Galerie zu nutzen, sich die Videos anzusehen, und während des Schauens gelegentlich auf den Knopf „Explore Map“ zu klicken, um die Karte für sich selbst zu erkunden und sich ein genaues Bild der Lage zu machen. Erschreckend ist es da, wie schnell aus einer einzigen Straße quer durch den Amazonas ein Netzwerk wird, das den Regenwald durchlöchert und die staatlich verordneten Schutzzonen hervortreten lässt. Schön, wenn im Jahreslauf Schnee weite Teile Eurasiens überzieht und wieder verschwindet; Und man sieht genauer hin und es fällt auf, wie es im Hohen Norden, im Land des Ewigen Eises, zu tauen beginnt. Wenig erstaunlich, dass es in Europa nur noch am Balkan eine Gegend gibt, die kaum von Straßen durchzogen wird.

Für manche der Visualisierungen benötigt man das Google Earth Browser-Plugin. Ein Link zum Installer findet sich direkt in der Anzeige. Die Videos sind auch auf YouTube zu finden, allerdings ohne die Möglichkeit, interaktiv einzugreifen.

Ein paar Video-Links finden Sie im Anschluss:

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