Durch Elektroauto Steuer sparen
Durch Elektroauto Steuer sparen
Ein Elektroauto als Firmenwagen hilft sowohl Unternehmer wie auch dem Mitarbeiter Steuern zu sparen.

Wenn ein Unternehmen für seine MitarbeiterInnen auf Elektroautos setzt, dann ist das nicht nur gut für die Umwelt sondern auch eine Steuerersparnis für ArbeitnehmerInnen und Unternehmen.
Ich habe für euch die wichtigsten Fakten zusammengestellt und einige Beispielrechnungen erstellt. Sollte ein Elektroauto als Firmenwagen in Frage kommen, unbedingt dieses durch einen Steuerberater oder die zuständige Personalverrechnung, für den jeweiligen Fall, und für das in Frage kommende Elektroauto, exakt durchrechnen lassen. 

Vorsteuerabzug Elektroautos

Seit 1. Jänner 2016 kann von Unternehmen für PKWs mit einem CO2-Emissionswert von 0g/km ein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Aber auch für ArbeitnehmerInnen ergibt sich durch ein Elektroauto eine Steuerersparnis, denn es entfällt der Sachbezug. Wichtig ist aber, dass dies nur Fahrzeuge betrifft die keinerlei CO2-Emissionen ausstoßen, wie zum Beispiel batterieelektrische Fahrzeuge (BEV)

Förderung für Elektroautos

Abgesehen vom Steuervorteil gibt es im Rahmen der Förderung von „klimaaktiv mobil“ bei der Anschaffung umweltfreundlicher Automobile einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro . 

Beispielrechnung für Vorsteuerabzug und Förderung

  Tesla S 60

BMW i3
Range Extender
Renault Zoe Complete Q90
Kaufpreis (netto) 64.333 € 34.667 € 31.242 €
Steuer 12.867 € 6.933 € 6.248 €
Kaufpreis (brutto) 77.200 € 41.600 € 37.490 €
Zuschuss -4.000 € -4.000 € -4.000 €
Vorsteuerabzug(*) -6.666 € -6.933 € -6.248 €
Kaufpreis (effektiv) 66.534 € 30.667 € 27.242 €

*) Vorsteuerabzug anteilig: Für 40.000 € steht ein Vorsteuerabzug zu (= 6666,67 €) Aufwandseigenverbrauch: Für 39.500 € kann kein Vorsteuerabzug geltend gemacht werden. Zusätzlich gibt es bei Elektroautos keine NoVA.

Hinweis für Privatpersonen: Die Ankauf-Förderung von Elektroauto´s betrifft nicht nur Firmen PKWs sondern kann auch von Privaten beantragt werden.
Ab 1. März 2017 sind Online-Registrierung sowie die formelle Einreichung von Förderanträgen möglich. Nach erfolgreicher Registrierung muss innerhalb von 24 Wochen der Antrag gestellt werden. Fahrzeuge mit Rechnungsdatum vor dem 1.1.2017 werden nicht berücksichtigt. Die Aktion soll bis Ende 2018 laufen.
Mehr Infos dazu gibt es auf www.klimaaktiv.at und www.umweltfoerderung.at wo die Förderung für Privatpersonen beantragt werden kann.

Kein Sachbezug bei Elektroauto als Firmenwagen

Handelt es sich beim Firmenwagen um ein Elektroauto, fällt hierfür für die private Nutzung kein Sachbezug mehr an. Unter Sachbezug versteht man Entgelte, die ArbeitnehmerInnen vom Arbeitgeber als Teil des Arbeitsentgelts zugewendet werden, einen Geldwert besitzen, aber nicht in Barmitteln bestehen. Übersetzt heißt das soviel wie: alle Zuwendungen die man nicht in Cash vom Arbeitgeber bekommt.

Dies ist ein wesentlicher finanzieller Vorteil für ArbeitnehmerInnen, aber auch für den Arbeitgeber nicht unbedeutend. Schließlich muss man bei einer CO2 Emission von mehr als 130 g/km einen Sachbezug in Höhe von 2 % der Anschaffungskosten (inkl. USt. und Nova) bzw. maximal 960,- € versteuern. Bei einem CO2 Ausstoß unter 130 g/km bleiben die bisherigen 1,5 % bzw. maximal 720,- € bestehen.

Beispielrechnung Sachbezug bei Elektroauto gegenüber einem normalen PKW

Firmenwagen Elektroauto normaler PKW (>130gm/km)
Gehalt Brutto (Mitarbeiter) 2.300 € 2.300 €
Sachbezug (maximal) 0 € 720 €
Sozialversicherung -416,76 € -490,20 €
Lohnsteuer -241,03 € -467,33 €
Gehalt Netto 1.642,21 € 1.342,47 €


Fazit und Tipp:
Ein Elektroauto als Firmenwagen kann sich für MitarbeiterInnen mit einem deutlichen Plus am Gehaltszettel bemerkbar machen. Sollte ein Elektroauto als Firmenwagen in Frage kommen bitte dies im jeweiligen Fall von einem Steuerberater durchrechnen lassen.

Weiterführende Informationen zu:
Klimaktiv – Aktionspaket zur Förderung der E-Mobilität 
BMW i3 (in DE die meisten Zulassungen 01/2017
Renault Zoe (belegt in DE den Platz 2 der Zulassungen in DE) 
Tesla Model S 

Fotocredits: Pixabay.com

3 Kommentare

  1. Warum steht beim BMW i3 um 41.600 € ein Vorsteuerabzug von mehr als 6666,67 Euro zu, wenn die maximale Grenze für den Vorsteuerabzug doch 40.000 Euro Brutto ist.

  2. Mein Steuerberater hat mir damals auch von dieser Vergünstigung für Elektroautos erzählt. Diesem Umstand ist es geschuldet, dass wir heute ein Elektroauto, als Firmenwagen fahren. Ich habe es nie bereut, man sieht ja an ihrer Tabelle, dass wir eine nicht unbeträchtliche Menge Geld gespart haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*