Das Öko-Institut Freiburg hat DVD-Rekorder, -Player und Blue-ray-Player für die Erarbeitung von Vergabekriterien des Umweltzeichens „Blauer Engel“ unter die Lupe genommen und kam zu einem erfreulichen Ergebnis: Geräte mit diesem…

Das Öko-Institut Freiburg hat DVD-Rekorder, -Player und Blue-ray-Player für die Erarbeitung von Vergabekriterien des Umweltzeichens „Blauer Engel“ unter die Lupe genommen und kam zu einem erfreulichen Ergebnis: Geräte mit diesem Umwelt-Siegel und dem Zusatz „Schützt das Klima“ sparen gegenüber herkömmlichen Produkten bis zu 75 Prozent Energie.

Der Blaue Engel auf DVD- und Blue-ray-Playern

DVD-Geräte und Blue-ray-Player mit dem Blauen Engel haben einen geringen Energieverbrauch im Betrieb, geringe Standby-Verluste und intelligente Stromsparfunktionen. So hilft etwa die Auto Power Down-Funktion, Energie zu sparen. Durch diese Funktion wird ein Gerät vom Schnellstartmodus automatisch in den Standby-Modus versetzt, wenn es eine bestimmte Zeit lang nicht genutzt wird. Bleibt demgegenüber ein DVD-Rekorder ständig im Schnellstartmodus, verdoppelt dies bereits den Energieverbrauch; Bei Blue-ray-Playern verdreifacht er sich sogar.

Mit dem DVD-Player Geld und CO2 sparen

Ein DVD-Rekorder mit Festplatte in einem Zwei-Personen-Haushalt verbraucht mit etwa 54 Kilowattstunden im Jahr vergleichsweise so viel wie ein Laptop. Ein Blue-ray-Player verbraucht rund 35, ein DVD-Player um die 20 Kilowattstunden. Der einzelne Haushalt kann mit gekennzeichneten Geräten etwa 17 Euro im Jahr sparen, was auf den ersten Blick nicht viel erscheinen mag. Würde jedoch jeder Haushalt in Deutschland ein energieeffizientes Gerät nutzen, wäre man schon bei einem Millionenbetrag und einer ebenso beeindruckenden Menge an eingespartem CO2.

Es hilft dem Klima, beim Kauf von DVD- und Blue-ray-Geräten auf den Blauen Engel zu achten.
Zumindest sollte man auf Billiggeräte verzichten, da diese keine stromsparenden Komponenten aufweisen und Geräte beispielsweise über keinen Aus-Schalter verfügen, mit dem man das Gerät komplett abschalten kann.

Umweltzeichen sind Wegbereiter für Umweltschutzgesetze

Das Öko-Institut erarbeitet gemeinsam mit dem ifeu-Institut und ökopol Vergabekriterien in enger Zusammenarbeit mit der RAL GmbH und dem Umweltbundesamt in Deutschland. Die Entwicklung der Vergabekriterien spielt nicht nur für die Kennzeichnung von Produkten eine Rolle. Darüber hinaus bahnt sie den Weg für gesetzliche Regelungen. Beispielsweise sorgte der Blaue Engel auf FCKW-freien Spraydosen Ende der 70er später für das generelleVerbot von FCKW. Es werden Mindeststandards für die Entwicklung von Produkten auf dem europäischen Markt gesetzt.

Über den Stromverbrauch hinaus haben sich in den letzten Jahren bestimmte Regelungen zum Einsatz von Schadstoffen in Elektrogeräten ergeben. So dürfen beispielsweise bestimmte Schwermetalle und bromierte Flammschutzmittel nicht mehr zum Einsatz kommen. Blei, Quecksilber, Kadmium sowie hexavalentes Chrom und die Flammhemmstoffe PBB und PBDE sind ebenfalls bis auf wenige genehmigte Ausnahmen verboten.

Weitere Informationen:
Öko-Institut: Energiesparen mit umweltfreundlichen DVD-Playern, -rekordern und Blu-ray-Playern. 25.08.2011.

Bildnachweis: © S. Gebhardt / Pixelio.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*