Was haben ein Kran und Betonblöcke mit erneuerbarer Energie zu tun?

Es gibt immer mehr und immer bessere Technologien, um erneuerbare Energien zu generieren, auch preislich werden unterschiedliche Methoden immer interessanter. Ein Problem, das aber immer bestehen wird, ist dass die Produktionsmenge stark von den vorherrschenden Wetterbedingungen abhängt. Scheint keine Sonne, geht kein Wind, kann keine Energie produziert werden, unter besseren Bedingungen hingegen wird oft mehr produziert als genutzt werden kann. Deshalb tauchen immer mehr Speicherlösungen auf und auch heute wollen wir euch eine solche Lösung vorstellen.

Ein Start-up aus der Schweiz hat eine Technologie entwickelt, bei der mittels Kränen und Betonklötzen saubere Energie gespeichert werden kann. Um seine Pläne umzusetzen, hat das Unternehmen Energy Vault gerade eine Investition von etwas mehr als 100 Millionen Euro von SoftBank erhalten. Genau wie Pumpspeicherkraftwerke nutzt die Erfindung von Energy Vault die Schwerkraft und kinetische Energie.

Ein Kran wird entweder mit einer Solar- oder Windenergieanlage gekoppelt, wenn diese mehr Energie produzieren als gerade verbraucht wird, wird die Überschussenergie genutzt um den Kran anzutreiben. Dieser hebt dann 35 Tonnen schwere Betonblöcke an und baut daraus einen Turm. Wenn dann später mehr Energie benötigt wird, als die Solar- oder Windanlage gerade liefern kann, baut der Kran den Turm wieder ab. Die kinetische Energie, die entsteht, wenn die Betonblöcke durch die Schwerkraft Richtung Boden gezogen werden, wird in elektrische Energie umgewandelt. Der Vorteil gegenüber Pumpspeicherkraftwerken ist, laut Aussage von Energie Vault, dass man mit ihrer Technologie nicht von topografischen oder geologischen Voraussetzungen abhängig ist. Energy Vaults Speicherturm kann beinahe überall eingesetzt werden.


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