Fotocredit: Pixabay/pexels
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Die Energiewende funktioniert nur, wenn sich Strom speichern lässt. An der Entwicklung neuer Speichermöglichkeiten arbeiten Forscher derzeit auf Hochtouren.
Dieser Artikel wurde am 25. März 2019 veröffentlicht
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Bis 2050 will Deutschland vier Fünftel seiner Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen beziehen. Die zuverlässigsten sind Windkraft und Sonnenenergie. Die Energiewende funktioniert aber nur, wenn sich die so gewonnene Energie auch zwischenspeichern lässt. Denn nur so können Netzwerkschwankungen ausgeglichen werden.

 

Ein erfolgsversprechender Weg, dieses Problem zu lösen, ist die Speicherung in chemischen Energieträgern. Zwölf Foschungskonsortien erforschen in der Deutschen Forschungsgesellschaft derzeit das Verhalten katalytischer Reaktionssyssteme. Sonne und Wind, die als die wichtigsten erneuerbaren Energieträger gelten, unterliegen starken Schwankungen. Speichert man die Überproduktion in Chemikalien, kann man die Energie auch zu Zeiten nützen, in denen die Sonne gerade nicht scheint oder es gerade windstill ist.

Forschungsprojekt zur chemischen Speicherung

Umwandeln lässt sich die Energie mithilfe von Katalysatoren, elektrochemischen Zellen und Reaktoren. Wie sich Einflüsse von außen auf die katalytischen Reaktionssysteme auswirkt, wurde bisher aber kaum untersucht. Diesem Thema widmet sich nun die Forschungsarbeit des Schwerpunktprogramms unter der Leitung des Karlsruher Institut für Technologie. 8,5 Millionen Euro fließen in den sechs Projektjahren in insgesamt 34 Teilprojekte.

“Wir wollen Veränderungen des Materials der Katalysatoren unter dynamischen Bedingungen grundlegend verstehen und verbessern“, sagt Dr. Erisa Saraçi, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Instituts für Katalyseforschung und -technologie des KIT. Dafür sollen alle beteiligten Prozesse untersucht werden, beginnend bei den Vorgängen auf der atomaren Ebene des Katalysators bis hin zur räumlichen Verteilung der Stoffkonzentrationen und Temperaturen auf Reaktorebene. Auf die Ergebnisse darf man gespannt sein.

Quelle: www.windkraft-journal.de: „Überproduktionen aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen lassen sich in Chemikalienspeichern“

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