Naturgarten im Frühling, Fotocredit: Ulrike Göbl
Naturgarten im Frühling, Fotocredit: Ulrike Göbl
Im Frühling stehen in unserem Naturgarten so einige Projekte an – von Hochbeet über Palettengarten

Schon vor Weihnachten habe ich mir überlegt, wie unser Garten einmal aussehen soll. Wie man generell einen Naturgarten plant habe ich für euch aufgeschrieben und dachte mir nun ich erzähle euch, wie wir unseren Naturgarten jetzt im Frühling umsetzen!

Die Elemente unseres Naturgartens

In meinem letzten Artikel zu diesem Thema habe ich euch die verschiedenen Elemente vorgestellt, die es üblicherweise in einem Naturgarten gibt. Heute zeige ich euch, welche wir in unserem Garten verwenden wollen und wie unsere ersten Schritte zur Umsetzung aussehen. 

Eine Hecke war auf einer Seite des Garten schon vorhanden, die werden wir belassen wie sie ist. Die Hecke ist außerhalb unseres Zaunes gepflanzt und ich möchte auf unserer Seite einen kleinen Naschgarten für die Kinder anlegen. Auf der anderen Seite des Gartens ist eine Betonmauer, vor welcher wir im Eck zwei Hochbeete bauen. Eines in Erwachsenenhöhe und ein etwas niedrigeres für die Kinder. 

Die Rasenfläche ist recht klein und wird viel begangen, es macht also wenig Sinn den Rasen neu zu säen. Ich werde daher einfach ein bisschen Schmetterlingswiese in einen großen Topf setzen! So locke ich Nützliche an und habe zusätzlich noch etwas Schönes anzuschauen. 

Wir haben schon eine kleine Nützlingsunterkunft, die werden wir vorerst belassen. Für ein wildes Eck ist leider kein Platz, aber direkt hinter der Gartenmauer ist eine freie Fläche die vor sich hin wildert. Ich zähle die also als unser wildes Eck. Auch für einen Komposthaufen ist kein Platz, aber ich möchte stattdessen eine Wurmkiste bauen. 

Unsere Projekte im Frühling

Wie ihr seht haben wir also noch einiges zu tun! Einige Projekte haben wir schon angefangen umzusetzen, da kann ich euch mehr dazu erzählen, andere sind immer noch in der Planung. 

Die Fruchtfolge für die Beete planen

Darüber habe ich auch schon einmal an separater Stelle geschrieben. Um das Maximum aus den Beeten heraus zu holen, sollte man die Pflanzen je nach Nährstoffbedarf kombinieren und auch jährlich abwechseln. So bleibt der Boden lange nährstoffreich. Wie das genau geht habe ich hier beschrieben.

Ein einfaches Hochbeet bauen

Aus Terassenplanken aus dem Baumarkt haben wir uns ganz einfach ein Hochbeet gebaut. Diese sind 2 Meter lang, daher haben wir dieses Maß der Einfachheit halber gleich als Breite für das Beet gewählt. Tief ist es 80cm, für die Seiten haben wir die Planken zuschneiden lassen. Die Planken haben wir an den Seiten grobe Pfosten geschraubt und in der Mitte der Länge ebenso. Dort haben wir dann noch ein Brett angeschraubt, um dem Beet auch bei voller Befüllung die nötige Stabilität zu geben. 

Bevor es ans Bauen ging haben wir ein Fundament gegraben und ein engmaschiges Drahtgitter hinein gelegt, um unerwünschte Besucher von unten abzuhalten. Darauf kam grober Kies und erst darauf haben wir das Beet gestellt. Wir haben es innen mit Noppenfolie ausgekleidet damit es länger hält. Ich habe hier lange nach einer ökologischen Alternative gesucht, aber leider keine gefunden. Das zweite Beet überlegen wir ganz ohne Schutz für das Holz zu bauen – mal sehen, wie lange es dann hält.

Erdbeeren aus der Palette

Für die Kinder ist ein kleiner Naschgarten perfekt. Die Erdbeeren wollte ich in einen Erdbeerturm setzen, doch dann habe ich die Idee mit der Palette gesehen und mich nun dafür entschieden. Man bedeckt die Palette an der Rückseite und den Seiten mit einer Folie, die man annagelt (oder tuckert). Dann füllt man durch die Schlitze Erde hinein und setzt dort die Erdbeerpflanzen ein. Ein paar Tage sollten die Pflanzen nun wurzeln, bevor man die Palette aufstellt und gegen eine Wand oder einen Zaun lehnt.

Ich werde zusätzlich Knoblauch zwischen den Erdbeeren pflanzen, da dieser vielen Pflanzenkrankheiten vorbeugt und wir ohnehin auch viel Knoblauch essen.

Naturgarten im Frühling, Fotocredit: Ulrike Göbl
Naturgarten im Frühling, Fotocredit: Ulrike Göbl

Setzlinge vorziehen

Jeder Garten braucht auch Pflanzen! Ich ziehe diese gerne selbst aus Samen, da es einfach ein unbeschreibliches Gefühl ist, wenn die kleinen grünen Pflänzchen durch die Erde stoßen und immer größer und stärker werden. Natürlich kann man am Jungpflanzenmarkt auch fertig gezogene Pflanzen kaufen.

Ich habe heuer drei kleine Mini-Gewächshäuser für meine Setzlinge. Nachdem ich einige Pflanzen aber schon pikiert, also auseinander gesetzt habe, wird der Platz schon eng und ich muss wohl aufs Stiegenhaus ausweichen. 

Die Kinder lieben es den Pflanzen beim Wachsen zuzuschauen und ich finde, sie lernen dadurch wirklich viel! Nicht nur, wo unser Essen herkommt, sondern auch den Umgang mit Lebewesen.

Das wars also heute aus unserem Naturgarten, ich werde berichten, wie es weitergeht!

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