Fotocredit: Pixabay/markusspiske
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Seit der Pandemie ist Home Office kein Fremdwort mehr. Viele von uns haben lange Zeit dort verbracht, alle Vor- und Nachteile ausgekostet und manche sind sogar für ein paar Stunden ihrer Arbeitswoche im daheim geblieben. Wie das Office daheim noch feiner und auch entspannter wird, das zeige ich dir heute.

Wir alle wissen, die Arbeit zu Hause klingt romantischer, als sie oftmals wirklich ist. Sie kann super sein, aber auch ihre individuellen Herausforderungen mit sich bringen. Große Themen sind hier beispielsweise, wie man den Fokus trotz anstehender Hausarbeit und Co. aufrechterhalten und Struktur in seine Arbeit bringen kann.

Dazu kommt auch noch die erschwerte persönliche Kommunikation mit den Kolleg:innen durch virtuelle Meetings und die Einhaltung von erholsamen Pausen – denn Pause heißt nicht, dass zwischendurch mal schnell der Staubsauger zur Hand genommen wird. 

Fotocredit: Pixabay/mariimaccarii
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1. Setze Prioritäten 

Wer kennt es nicht, im Home Office wird für jedes Anliegen, für das man sonst schnell mal den Kopf ins Büro der Kollegin steckt, einfach eine Mail geschrieben. Das führt dazu, dass wir uns – besonders nach dem Wochenende – mit unzähligen Mails quälen, bevor wir überhaupt zur eigentlichen Arbeit kommen. Wir tendieren dann dazu, immer sofort auf alles antworten zu wollen, weil einerseits ist es dann erledigt und auf der anderen Seite kann so der Arbeitsprozess weitergehen. Das Problem daran: auf jede Antwortmail kann eine neue folgen und so strudeln wir in einen endlosen Teufelskreis aus Mails. 

Hier ist es ratsam, Mails nach Priorität zu sortieren und zu entscheiden, was auch mal warten kann. Es gibt nämlich tatsächlich Mails, die auch mal einen Moment warten können und nicht direkt eine Reaktion erfordern. So nimmt man sich selbst den Druck aus dem Arbeitsalltag und kann getrost auch mal die eigene Arbeit weiterführen, bevor eine Antwortmail fällig wird. Mein ganz persönlicher Tipp (vor allem für Outlook): die kleinen Benachrichtigungsfenster ausschalten, die bei jeder neuen Mail aufploppen. 

2. Mach doch mal Pause 

Wenn wir im Büro sitzen, dann ist die Kaffeepause obligatorisch. Doch wie ist das alleine daheim am Schreibtisch, ohne die nette Kollegin oder den Kollegen, mit denen der Kaffeeplausch immer so fein ist? Alleine daheim arbeitet man oft stundenlang durch, ohne auch nur ein Mal aufzustehen, weil man gar nicht merkt, wie die Zeit verrinnt. 

Am Besten beginnst du deinen Arbeitstag zuhause achtsam und startest entweder mit einer lockeren Yoga-Einheit oder einer Meditation – beispielsweise auf den Atem fokussiert, um bewusst in deinem Körper anzukommen. Stell dir bewusst Timer, die dich zu Pausen animieren und erinnern, dass es mal wieder an der Zeit ist, vom Bildschirm aufzuschauen. Bereite dir deinen Tee oder Kaffee für die Pause nur tassenweise zu und sieh bewusst davon ab eine ganze Kanne zu kochen. So musst du öfter mal aufstehen, um dir Nachschub zu besorgen. 

Fotocredit: Pixabay/LUM3N
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3. Konzentration bitte! 

Eine enorme Erste Hilfe-Methode für die Konzentration ist, dich selbst zu beobachten und zu sehen, wann du am produktivsten arbeiten kannst, wann es dir besonders leicht fällt, deinen Fokus zu behalten. Oft ist es ja so, dass das bekannte Nachmittagstief zuschlägt, wenn unser Mittagessen verdaut werden will oder der Zucker im Blut schon wieder abgesunken ist. Wenn du aber weißt, wann du produktiv bist, dann teil dir deine Arbeit nach diesem Zeitfenster ein. Für den Nachmittag dann vielleicht etwas, was nicht 100% deiner Konzentration benötigt.

Eine der „schlimmsten“ Ablenkungen im Arbeitsalltag – nicht nur im Home Office – ist das Handy. Schnell mal zwischendurch Social Media checken – wir alle wissen, wie gut das klappt und wie schnell die Zeit beim Scrollen vergeht. Mittlerweile gibt es auf dem App-Markt schon einiges an Abhilfe. Ich habe zum Beispiel eine App, bei der wächst eine Pflanze für einen bestimmten Zeitraum, den ich selbst einstellen kann. Wechsle ich in diesem Zeitraum auf einen anderen Bildschirm auf dem Telefon, verwelkt die Pflanze – der Ehrgeiz schlägt natürlich schnell zu, wenn man seinen eigenen kleinen Park oder Wald pflanzen oder das Wochenziel erreichen will. 

4. Kopf an die Luft 

Im Job ist es oft so schon schwer eine klare Grenze zwischen Arbeit und Privatleben zu ziehen. Wenn die Arbeit dann auch noch mitten im Wohnzimmer stattfindet, ist es umso schwerer. Um in der Mittagspause wirklich abschalten zu können, ist eine gute Möglichkeit eine Runde spazieren zu gehen. Lass dabei auch gerne mal das Handy daheim.

Auch ein virtuelles Kaffee-Date mit Kolleg:innen kann eine gute Methode sein, um abzuschalten und mal nicht über die Arbeit nachzudenken. Hier gilt dann natürlich die Regel, dass über alles gesprochen werden darf, außer über die Arbeit.