Studie Erneuerbare Energien 2016
Studie Erneuerbare Energien 2016
Eine repräsentative Befragung der Bevölkerung zu ihren Einstellungen.

Erneuerbare Energien sind nicht nur für Politik, Wirtschaft und Umweltorganisationen ein aktuelles Thema, auch für die österreichische Bevölkerung sind sie zu einem wichtigen Anliegen geworden. Das zeigt sich in einer aktuellen Studie der WU Wien gemeinsam mit Deloitte Österreich und Wien Energie. Inhalt der Studie ist eine repräsentative Befragung der österreichischen Bevölkerung zu ihren Einstellungen.

Informationen zur Studie

Die Studie „Erneuerbare Energien in Österreich 2015“ basiert auf einer repräsentativen Befragung der österreichischen Bevölkerung im Alter zwischen 18 und 70 Jahren (1.014 Befragte). Die Datenerhebung wurde von Mitte bis Ende Oktober 2015 durchgeführt. Befragt wurden ausschließlich Personen, die in ihrem Haushalt in Entscheidungen bezüglich Investitionen bzw. des Kaufes von energiebezogenen Produkten, Services und Technologien involviert sind.

Die Studie „Erneuerbare Energien in Österreich“ zeigt, dass bereits viele österreichische Haushalte erneuerbaren Energietechnologien sehr positiv gegenüberstehen. Energie muss vor allem preiswert, zuverlässig und klimafreundlich sein. Somit ist neben dem Kostenfaktor und der Versorgungssicherheit vor allem der Umweltaspekt wichtig.

Photovoltaik im Fokus

Die befragten ÖsterreicherInnen assoziieren heute mit dem Begriff „Erneuerbare Energien“ vor allem Solarenergie. Zwei Drittel der Befragten würden ihre Dachfläche entgeltlich für die Installation einer Photovoltaikanlage zur Verfügung stellen. Die Energieversorger zählen dabei zu den wichtigsten Anlaufstellen bei einer geplanten Installation von erneuerbaren Energietechnologien. Ein Viertel jener, die bereits eine Photovoltaikanlage besitzen, hat sich entschieden, in Zukunft einen Stromspeicher zu installieren.

Studie Erneuerbare Energien 2016

Hohe Investitionsbereitschaft für BürgerInnenbeteiligungsprojekte

Rund die Hälfte der Befragten kann sich vorstellen, in ein BürgerInnenbeteiligungsprojekt zu investieren. Rund 46% würden sich bis zu einer Investitionssumme von 1.000 Euro an einem derartigen Projekt beteiligen. „Es gibt großes Potential für neue Geschäftsmodelle im Strommarkt. In Wien sind wir mit Bürgerbeteiligungsprojekten besonders erfolgreich. Wir haben innerhalb weniger Jahre 24 BürgerInnenkraftwerke im Großraum Wien realisiert, davon 22 mit Sonnenenergie und zwei mit Windkraft.

6.000 Personen haben sich bisher beteiligt und über 25 Mio. Euro investiert. Das zeigt eindrucksvoll, die Bevölkerung möchte aktiv an der Nutzung erneuerbarer Energien mitwirken“, so Thomas Irschik, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Wien Energie. „Zweitens werden wir uns von dem Verkauf der reinen Kilowattstunde ab- und dem Komfortgewinn unserer Kund/inn/en zuwenden.

Positive Einstellung zu E-Mobilität

Die österreichische Bevölkerung steht auch der Elektromobilität sehr positiv gegenüber. So hat ein Drittel der Befragten bereits über den Kauf eines Elektroautos nachgedacht. „Ein Ausbau der Elektromobilität bedingt eine stärkere Vernetzung der wesentlichen Akteure im privaten und öffentlichen Sektor, um die nötige Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und die hohen Anschaffungskosten zu senken“, erklärt Gerhard Marterbauer, Partner bei Deloitte Österreich.

Anpassungen im Versorgungsangebot

Die Ergebnisse der Studie legen den Schluss nahe, die Umstellung auf ein nachhaltiges Energiesystem verstärkt voranzutreiben. „Um das Ziel einer preiswerten, zuverlässigen und klimafreundlichen Energieversorgung zu erreichen, müssen allerdings alle wesentlichen Akteure wie Haushalte, private Unternehmen und öffentliche Institutionen gemeinsam an einem Strang ziehen. Nur so können die Klimaziele von Paris erreicht werden und gleichzeitig der Wirtschaftsstandort Österreich auf nachhaltige Weise wettbewerbsfähig bleiben“, so Gerhard Marterbauer abschließend.

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Fotocredit: Deloitte/APA-Fotoservice/Hinterramskogler – Fotograf/in: Daniel Hinterramskogler

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