Viele Blütenblätter können nicht nur zur Dekoration, sondern auch als geschmackliche Verfeinerung von Gerichten eingesetzt werden. Die Aromen der Blüten ähneln der jeweiligen Pflanze, der süßliche Nektar bringt eine zusätzliche…

Viele Blütenblätter können nicht nur zur Dekoration, sondern auch als geschmackliche Verfeinerung von Gerichten eingesetzt werden. Die Aromen der Blüten ähneln der jeweiligen Pflanze, der süßliche Nektar bringt eine zusätzliche geschmackliche Dimension mit. Aus mediterranen Ländern kennt man frittierte Zucchiniblüten, in Mitteleuropa ist man dabei die Blüten zahlreicher Pflanzen für die Küche wiederzuentdecken.

Schon auf einer Wildblumenwiese sind viele essbare Pflanzen zu finden. Neben den alten Bekannten Kamille und Gänseblümchen zählt auch die Ringelblume dazu. Die getrockneten Blütenkörbchen oder Zungenblüten werden in der Medizin zur Förderung der Wundheilung eingesetzt. Kulinarisch ist die Ringelblume äußerst vielseitig: Die Blütenknospen können als Ersatz für Kapern eingelegt werden, die Blütenblätter mit ihrer pfeffrigen Note passen gut zu Blattsalaten und durch ihren intensiven Farbstoff können sie sogar als Safranersatz bei Fisch- und Fleischgerichten eingesetzt werden.

Schmackhaft wie gesund sind auch die Blüten der orange leuchtenden Kapuzinerkresse. Aufgrund der antibiotischen Eigenschaften der enthaltenen Senfölglykoside und des hohen Gehalts von Vitamin C helfen Blüten und Blätter der Kapuzinerkresse hervorragend bei Erkältungen. Der leicht scharfe würzige Geschmack der Blüten erinnert an Gartenkresse und passt hervorragend zu Eierspeisen, Salaten und Pastagerichten.

Die Blätter der Duftpelargonie sind sehr aromatisch und strömen je nach Art und Sorte einen intensiven Duft nach Minze, Rosen, Zitronen und Gewürzen aus. Die Blätter der Duftpelargonie (Pelargonium odoratissimum) weisen ein Apfel-Cidre ähnliches Aroma auf. Sie eignen sich in der Küche besonders für Süß- und Backwaren und können auch zur Eisherstellung verwendet werden.

Als Gewürzpflanze ist der Schnittlauch schon jedem Kind bekannt, dass die Blüte auch gegessen werden kann, wissen hingegen die wenigsten. Der Schnittlauch ist nicht zufällig ein traditionelles Würzmittel. Das enthaltene Eisen und Arsen vertreibt mit den Vitaminen A und C die Frühjahrsmüdigkeit und reinigt das Blut. Die Blüten sind ähnlich kräftig im Geschmack wie die Stiele und lassen sich zum Beispiel gut unter Butter mischen, die man am besten mit Brot oder Gegrilltem genießt.

Es gibt noch viele andere zarte Blütenblätter, die mit ihren unterschiedlichen Geschmacksnuancen, Duftaromen und Farben unterschiedliche Gerichte verfeinern können. Manche Blüten eignen sich zum Kandieren oder Kristallisieren, andere wiederum als Würzung oder Dekoration, während die Blüten vom Kürbis, der Zucchini oder der Akazie zum Ausbacken geeignet sind. In allen Fällen ist die Voraussetzung für den Verzehr der Blüten ein natürlicher Anbau ohne chemische Behandlung.

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