Kein gewöhnlicher Supermarkt und auch kein Supermarkt, in dem man einfach nur online bestellen kann. Das Konzept von Feinkoch, einem Laden im 6. Wiener Gemeindebezirk, ist durchdacht, liebevoll überlegt und lässt einen nachhaltig kochen, auch wenn man nicht so viel Zeit hat. Für Abwechslung ist da ebenso gesorgt, wie für individuelle Beratung. Das haben wir uns näher angesehen und dazu mit dem Gründer Simon Jacko gesprochen, der seinen vielseitigen Laden sicherlich selbst am besten beschreiben kann.

Was ist Feinkoch?

Feinkoch ist der erste Rezeptmarkt in Wien, das heißt man kann bei uns nach Gerichten einkaufen. Dazu wählt man im Laden oder im Onlineshop eines unserer Rezepte aus und bekommt anschließend alle benötigten Zutaten in der richtigen Menge zum Selbstkochen. Die Rezepte werden von uns kreiert und wechseln regelmäßig. Zwischendurch freuen wir uns aber auch über die Zusammenarbeit mit Gastköchen, wie z.B. Edi Dimant (Mochi) oder der Guerilla Bakery.

Was unterscheidet euch von einem Greißler oder der Online-Konkurrenz?

Im Prinzip sind wir ein moderner Greißler. Allerdings variiert unser Frischesortiment je nach unseren aktuellen Gerichten. So gibt es immer wieder neue Spezialitäten bei uns zu entdecken. Derzeit sehr beliebt sind zum Beispiel unsere italienische Salsiccia, der Mangalitza-Speck der Schinkenmanufaktur Thum oder saisonale Produkte, wie frischer Marchfelder Spargel. Daneben sind wir immer auf der Suche nach außergewöhnlichen Produkten. Darum findet man in unseren Produktreihen viel Schönes und Handgemachtes – vom traditionellem Gin aus 47 Schwarzwaldkräutern über Bio-Chilipasten bis hin zum Hofsalz der Queen. Das entspannte und gemütliche Einkaufsfeeling haben wir uns aber von einem Greißler beibehalten.

Zusätzlich liefern wir unsere Produkte und Gerichte via Fahrradboten in ganz Wien. Jede Bestellung wird dabei frisch und individuell von uns zusammengestellt. Für die Kunden bietet das Modell ein hohes Maß an Flexibilität, denn sie erhalten die Bestellung innerhalb von max. ein bzw. zwei Stunden (je nach Bezirk).

Ihr bietet regionale, biologische und saisonale Produkte an. Wie darf man sich die Umsetzung in der Praxis vorstellen?

Die Auswahl beginnt bereits bei der Rezeptplanung. Wir orientieren uns dabei in erster Linie am Saisonkalender und unseren regionalen Lieferanten. Obst und Gemüse beziehen wir zum Beispiel von Biohof Adamah. Bei Fleisch und Fisch arbeiten wir mit erfahrenen österreichischen Familienunternehmen zusammen.

Auf eurer Website liest man, dass ihr einen einfachen Zugang zum Kochen schaffen wollt und es so allen ermöglicht werden soll, selbst, frisch und gut zu kochen. Wie schafft man das?

Wir bieten unseren Kunden einen Rahmen, in dem wir bereits wichtige Kriterien zum Gelingen eines Gerichts festlegen. Dazu gehört, dass wir die passenden Zutaten in der richtigen Qualität aussuchen und sie in ein passendes Mengenverhältnis setzen. Das Rezept, das es zu jedem Einkauf dazu gibt, erklärt jeden Kochschritt ganz genau und zeigt zusätzlich Kochausstattung, Dauer und Schwierigkeitsgrad eines Gerichts an. Zudem wird jedes Gericht vor dem Erscheinen von uns ausgiebig erprobt.
Im entscheidenden Moment, dem Kochen an sich, ist dann aber der Koch selbst gefragt und kann seine individuellen Vorlieben oder Ideen einbringen und somit jedem Gericht seine persönliche Handschrift verpassen. Darum zählen auch viele Hobbyköche zu unseren Kunden.

Foto: Peter Olschinsky

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