An diesen heißen Tagen sind Bikinis, Badehose & Co. ein unverzichtbarer Begleiter. Diese 4 Labels machen Bademode made in Austria. -Fotocredits: Essentials For Zula
An diesen heißen Tagen sind Bikinis, Badehose & Co. ein unverzichtbarer Begleiter. Diese 4 Labels machen Bademode made in Austria. -Fotocredits: Essentials For Zula
Der Sommer steht schon mit beiden Beinen in der Türe und bei diesen heißen Temperaturen können wir an nichts anderes denken, als den Tag an der Donau oder einem Badesee zu verbringen. Natürlich nicht ohne dem richtigen Outfit! Hier findest du eine Auswahl an faire Bademode made in Austria!

„Es ist Sommer und es ist heiß“ singt die deutsche Band „Die Ärzte“ in einem ihrer Lieder. Angesicht der momentanen Temperaturen durchaus treffend. Nur wenig kann jetzt erfrischender sein, als den ganzen Tag an der Alten Donau oder im Schwimmbad zu verbringen. Doch dafür bedarf es der richtigen Ausrüstung: nämlich faire Bademode.

Doch was ist eigentlich das Problem bei herkömmlicher Bademode?

Das erste Problem ist ein soziales. Herkömmliche Bademode wird – wie es so oft bei FastFashion der Fall ist – in Niedriglohnländern produziert. Dazu zählen zum Beispiel Bangladesch, China oder Indien. Die Näher und Näherinnen werden für ihre Arbeit nicht ausreichend entlohnt. 

Ein zweites Problem liegt in der Produktion. Denn Bikinis, Badeanzüge und Badehosen bestehen häufig aus Kunstfasern wie Nylon oder Polyester . Beide Stoffe werden aus Erdöl gewonnen und sind biologisch nicht abbaubar. 

Die Bademode des Wiener Labels Essentials For Zula wird in Thailand unter sozialen und nachhaltigen Bedingungen per Hand gemacht. -Fotocredits: Essentials for Zula
Die Bademode des Wiener Labels Essentials For Zula wird in Thailand unter sozialen und nachhaltigen Bedingungen per Hand gemacht. -Fotocredits: Essentials for Zula

Faire Bademode made in Austria 

Nachhaltige Bademode hingegen wird unter fairen Bedingungen und unter Verwendung von nachhaltigen Materialien hergestellt. Allerdings findet auch bei fairen Bikinis und Badehosen häufig Polyester Verwendung. Dieses ist in der Regel recycelt, verliert beim Waschen aber dennoch winzige Faserteile – das sogenannte Mikroplastik. Mittlerweile gibt es aber auch schon einige Labels, die mit Biobaumwolle arbeiten und auf den Einsatz von synthetischen Fasern verzichten.

Nachhaltig produzierte Schwimmkleidung löst also nicht alle Probleme, ist aber ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Labels und Marken, die sich auf faire Bademode spezialisiert haben. Ich möchte den Fokus auf Bademode made in Austria legen. Daher stelle ich euch vier unterschiedliche Labels vor: 

MARGARET AND HERMIONE

2015 gründete Barbara Gölles das Wiener Label MARGARET AND HERMIONE. Die Wienerin hat den Anspruch, Schwimm- und Sportkleidung aus nachhaltigen Stoffen herzustellen, in denen Frauen sich wohl fühlen.

Die Verarbeitungsstoffe von MARGARET AND HERMIONE kommen direkt aus dem Meer: aus alten Fischernetzen wird Garn und daraus anschließend die Bademode gefertigt. So werden nicht nur tolle Bikinis und Badeanzüge hergestellt, sondern gleichzeitig auch zur Lösung eines Umweltproblems beigetragen. Denn jährlich sterben tausende Meeresbewohnern in den sogenannten Geisternetzen.

Essentials For Zula

Essentials For Zula ist ein kleines Familienunternehmen. Hier haben sich Vater und Tochter zusammen getan, designen und kreieren Schwimm-, Sport- und Yogakleidung für Frauen. Besonderes Augenmer liegt auf der Transparenz. Designerin Stepahnie Delie Kastner ist es wichtig, dass ihre Kundinnen genau wissen, wie die Kleidungsstücke hergestellt werden. Auf der Internetseite des Labels ist der Herstellungsprozess daher genau beschrieben

Bei Essentials For Zula wird tagtäglich Tetris gespielt. Um Schnittabfälle zu vermeiden, werden die Stoffe so zurecht geschnitten, dass möglichst wenig Überschuss entsteht. -Fotocredits: Essentials for Zula
Bei Essentials For Zula wird tagtäglich Tetris gespielt. Um Schnittabfälle zu vermeiden, werden die Stoffe so zurecht geschnitten, dass möglichst wenig Überschuss entsteht. -Fotocredits: Essentials for Zula

Sjø

Die Idee zum Grazer Label Sjø ist im Sommer 2015 entstanden. Schlichtes, modernes Design, minimalistische Schnitte und nachhaltige, langlebige Materialien stehen im Fokus. Leider wurde das Projekt wieder eingestellt, Reststücke gibt es aber nach wie vor zu kaufen. Und wer weiß, vielleicht lassen Johanna Hauck und Magdalena Brunner ihr Projekt wieder auferstehen. 

Minimalistisch, bequem aber trotzdem stylisch und vor allem aus nachhaltigen Materialen. Das war der Anspruch der zwei Grazerinnen an ihre Bademodenprojekt. -Fotocredits: Stiefkind Fotografie
Minimalistisch, bequem aber trotzdem stylisch und vor allem aus nachhaltigen Materialen. Das war der Anspruch der zwei Grazerinnen an ihre Bademodenprojekt. -Fotocredits: Stiefkind Fotografie

Studio Miyagi

Das Wiener Label Studio Miyagi macht normalerweise Bodywear für Männer und für Frauen. Gemeinsam mit den Wiener Linien und dem Creative Director Roman Globan von peng!  haben Maria Neffe und Veronika Bäck eine kleine Bademoden-Kollektion entworfen. Ganz im Stil des eigenen Labels setzt auch die Schwimmkleidung auf Nachhaltigkeit und faire Produktion

Fazit

Wie ihr seht, gibt es sogar in Österreich eine beachtliche Auswahl an Marken und Designer, die nachhaltige Bademode herstellen. Natürlich ist die Liste noch länger, wenn wir unseren Fokus nicht nur auf Österreich, sondern weltweit legen. Doch auch bei FairFashion ist es wichtig, dass wir uns vor dem Kauf überlegen, ob wir das Teil wirklich brauchen. Ist es wirklich notwendig, dass wir uns jedes Jahr einen neuen Bikini oder eine neue Badehose kaufen?

Ich habe mir vor Jahren einen Vintage-Badeanzug in zeitlosen schwarz gekauft und freue mich gerade jetzt, wo Badeanzüge ihr Comeback feiern, umso mehr darüber. 

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